Neurodermitis geht stark zu Lasten der Lebensqualität

HAMBURG (grue). Chronisch-entzündliche Dermatosen verschlechtern die Lebensqualität ähnlich stark wie schwere internistische Erkrankungen. Parameter des psychischen und sozialen Wohlbefindens sollten deshalb - wie in anderen Bereichen längst üblich - auch in dermatologischen Studien berücksichtigt werden.

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Darauf hat Professor Matthias Augustin von der Hautklinik der Universität Hamburg bei einer Veranstaltung des Unternehmens Beiersdorf in Hamburg hingewiesen. Unter Federführung Augustins hat die Deutsche Dermatologische Gesellschaft eine Leitlinie zur Erfassung der Lebensqualität in der Dermatologie veröffentlicht (JDDG 2004 Bd. 2, 9:802-806), in der die Validierungsschritte und Gütemerkmale der Meßinstrumente erläutert werden.

    Hautpflege steigert das Wohlbefinden.
   

Dort finden sich auch Bezugsquellen für zahlreiche etablierte Fragebögen zur Erfassung der Lebensqualität bei Hautkrankheiten, die original in Deutsch oder als Übersetzung vorliegen. Mit Hilfe solcher standardisierter Fragebögen wurde für mehrere Hautkrankheiten eine signifikant reduzierte Lebensqualität nachgewiesen, sagte Augustin.

"Die Einbußen sind etwa bei Schuppenflechte und Neurodermitis ähnlich hoch wie bei Rheuma, Diabetes oder koronarer Herzkrankheit". Die Patienten klagen über körperliche und psychische Belastungen, die nicht nur von den Symptomen Juckreiz und Schmerz herrühren: "Die soziale Stigmatisierung von Patienten mit Psoriasis ist enorm", so Augustin.

Unter einer medikamentösen Therapie sollte sich deshalb auch die Lebensqualität bessern. "Wenn das nachgewiesen ist, lassen sich damit höhere Therapiekosten rechtfertigen". Auch leichtere Hautirritationen gingen zu Lasten der Lebensqualität.

Der Dermatologe begrüßte deshalb, daß der Nutzen medizinischer Hautpflegeprodukte ebenfalls mehr unter dem Aspekt der Lebensqualität gesehen wird. So konnte für mehrere Eucerin®-Produkte von Beiersdorf belegt werden, daß bei regelmäßiger Anwendung parallel zur Besserung des Hautbildes das Wohlbefinden steigt.

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