Direkt zum Inhaltsbereich

Neuroleptikum als Depot bessert Therapietreue

FREISING (sto). Patienten, die erstmals an einer Schizophrenie erkranken, nehmen eine medikamentöse und psychosoziale Therapie besonders schlecht an. Bekommen sie von Anfang an ein langwirksames antipsychotisches Depot-Präparat, bessern sich die Chancen für eine gute Therapietreue erheblich.

Veröffentlicht:

Je länger Patienten mit Psychosen ohne Therapie bleiben, umso geringer sind die Chancen für Remission und Rehabilitation. Daran hat der Hamburger Psychiater Professor Dieter Naber erinnert. Erfahrungsgemäß setzen bis zu 70 Prozent der Ersterkrankten ihre Medikation im ersten Behandlungsjahr ab, viele ohne Rücksprache mit dem Arzt, sagte Naber auf einer Veranstaltung von Janssen-Cilag in Freising. Folge sei eine Rezidivrate von über 80 Prozent in den ersten fünf Jahre. "Non-Compliance ist ein wichtiger Prädiktor für Rückfall", so Naber.

Studien zufolge gebe es mit dem atypischen Depot-Neuroleptikum Risperdal® Consta® im Vergleich zu oralem Risperidon nicht nur weniger motorische unerwünschte Wirkungen, sondern auch die Compliance sei besser. Langwirksames Risperidon in der Frühphase habe gute Langzeiterfolge. Vorteil sei die Transparenz: Kommen die Patienten nicht zum Injektionstermin, könne man sie mit Telefon oder Hausbesuch zur Fortsetzung der Therapie bewegen.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Wahnvorstellungen erkennen

Was der interpersonelle Abstand bei Schizophrenie verrät

Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Tab. 1: Stufentherapieschema zur verlaufsmodifizierenden Therapie der generalisierten Myasthenia gravis

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Generalisierte Myasthenia gravis

Krankheitssymptome und Therapielast wirksam lindern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Dr_Microbe / stock.adobe.com

© Dr_Microbe / stock.adobe.com

Fünf Jahre orale Therapie mit Risdiplam

Breite Anwendbarkeit bei 5q-assoziierter SMA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Abb. 1: Wirksamkeit in der klinischen Praxis von Brivaracetam über 12 Monate (alle Formen fokaler Anfälle)d

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Zusatzbehandlung fokaler Epilepsien

Effektivere Anfallskontrolle in der Kombinationstherapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: UCB Pharma GmbH, Monheim
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Insomnie

Wie sich schlechter Schlaf auf Schmerzen auswirkt

Lesetipps
Nahaufnahme einer männliche Hand, die die Tagesdosen an Vitaminen, Medikamenten, Tabletten und Nahrungsergänzungsmitteln in eine Tablettenbox füllt.

© eliosdnepr / stock.adobe.com

NAKO-Studie

Jeder Vierte erhält offenbar mindestens ein inadäquates Medikament im Alter