Wegen Zika-Virus

Neurologen richten Arbeitsgruppe ein

Veröffentlicht:

LONDON. Die Weltföderation für Neurologie (WFN) richtet eine Arbeitsgruppe zum Zika-Virus ein.

"Jüngste Daten legen einen klaren Zusammenhang zwischen dem Zika-Virus, schweren angeborenen Gehirnschäden, einem vermehrten Auftreten des Guillain-Barré-Syndroms sowie anderer neurologischer Erkrankungen nahe, etwa Myelitis und Meningoenzephalitis," wird Professor John England von der Louisiana State University, New Orleans, Vorsitzender der neuen Arbeitsgruppe in einer WFN-Mitteilung zitiert.

"Derzeit gilt die öffentliche Aufmerksamkeit besonders der Mikrozephalie, die bereits tausende Babys in Brasilien und Französisch-Polynesien betrifft. Doch diese dramatische Fehlbildung ist nur einer von vielen möglichen Geburtsfehlern, die auf eine Zika-Virusinfektion während der Schwangerschaft zurückzuführen sind."

Häufig übersehen werden auch die gravierenden Komplikationen, die bei infizierten Erwachsenen auftreten können. 13 Länder und Territorien haben seit dem Ausbruch der aktuellen Zika-Welle einen Anstieg von Fällen des Guillain-Barré-Syndroms berichtet, heißt es in der Mitteilung.

"Eine verstärkte Überwachung des Infektionsverlaufs, die Moskito-Bekämpfung, die Entwicklung zuverlässiger diagnostischer Tests und die Entwicklung von Impfstoffkandidaten sind jetzt die prioritären Anliegen", so England. (eb)

Mehr zum Thema

Daten aus Frankreich

Psoriasis: Unterschiedliches Infektionsrisiko unter Biologika

Das könnte Sie auch interessieren
Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

© David Pereiras | iStock (Symboldbild mit Fotomodell)

Dermatomykosen

Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

© Irina Tiumentseva | iStock

Onychomykosen

Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Für Menschen ab 60 Jahren sind die Impfungen gegen Influenza, Corona, Pneumokokken und Herpes zoster (beide nicht im Bild) Standard-Impfungen. Für Menschen ab 75 Jahren kommt die RSV-Impfung hinzu.

© angellodeco / stock.adobe.com

Respiratorisches Synzytial Virus

STIKO: Alle Menschen ab 75 gegen RSV impfen!

Blickdiagnose: klinisches Bild mit typischen Effloreszenzen bei Herpes zoster.

© Mumemories / Getty Images / iStock

Zoster-Impfung

Schutz vor Herpes zoster und Rezidiven

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Pharmakokinetik von Rezafungin bei einer Dosierung von 400mg, gefolgt von 200mg einmal wöchentlich

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [10]

Invasive Candida-Infektionen

Modernes Echinocandin – optimierte Eigenschaften und klinische Vorteile

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mundipharma Deutschland GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Gendermedizin

Geschlechtsspezifische Unterschiede: Frauenherzen schlagen anders

Lesetipps