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Nevirapin ist langfristig gegen HIV effektiv

FRANKFURT AM MAIN (awa). Der nicht-nukleosidische Reverse Transkriptasehemmer (NNRTI) Nevirapin ist eine gute Langzeit-Therapie-Option bei noch nicht behandelten Patienten. Das gilt auch für Patienten, deren HIV-Therapie umgestellt oder vereinfacht werden soll.

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Immer mehr kontrollierte Studien und Kohortenanalysen belegen, dass die beiden NNRTI Nevirapin (Viramune®) und Efavirenz ähnlich gut HIV unterdrücken. Außerdem haben diese NNRTI bei virologischer Wirksamkeit und Verträglichkeit im Mittel einen leichten Vorteil im Vergleich zu Proteasehemmern (PI). Darauf hat Professor Matthias Stoll aus Hannover bei einer Aids-Konferenz in Frankfurt am Main hingewiesen.

Eine NNRTI-basierte Erst-Therapie mit Nevirapin kann Stoll zufolge eine gute Langzeit-Therapieoption sein. So ergab eine Kohortenanalyse an der Medizinischen Hochschule in Hannover, dass eine Erst-Therapie mit Nevirapin (127 Patienten) seltener umgestellt werden musste als eine Efavirenz- (71 Patienten) oder PI-basierte (144 Patienten) Therapie: Nach einem Jahr erhielten 56 Prozent, nach zwei Jahren 32 Prozent und nach drei Jahren 27 Prozent der Patienten unverändert Nevirapin in Kombination mit zwei Nukleosid-Analoga. Bei einer Efavirenz-haltigen Therapie lagen die Zahlen bei 34 sowie 13 und 8 Prozent, bei einer Protease-Hemmer-Therapie betrugen sie 23 sowie 13 und 6 Prozent.

Bei den Patienten, die in den ersten drei Jahren ihre Therapie aus Nevirapin und zwei Nukleosid-Analoga nicht veränderten, betrug die mittlere Therapie-Dauer für die Erst-Therapie und für Folgetherapien mit Nevirapin jeweils 4,5 Jahre, berichtete Stoll auf einer Veranstaltung des Unternehmens Boehringer Ingelheim.

Die häufigsten unerwünschten Wirkungen von Nevirapin seien Hautausschlag und Leberwerterhöhung vor allem in den ersten sechs Wochen der Therapie, die in Studien bei elf Prozent der Patienten zu einem Abbruch der Therapie führte.

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