Nitroglycerin als Pflaster bremst PSA-Anstieg

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KINGSTON (ple). Mit einem Pflaster, das niedrig dosiert Glyceroltrinitrat freisetzt, lässt sich möglicherweise das Fortschreiten eines Prostata-Karzinoms verzögern.

Da eine Mangelversorgung mit Sauerstoff von Tumoren als unabhängiger Risikofaktor für eine schlechte Prognose bei Krebspatienten gilt, haben kanadische Urologen in einer Pilotstudie geprüft, welchen Effekt die kontinuierliche Freisetzung von niedrig dosiertem Glyceroltrinitrat (GTN) auf die Verdopplungszeit des PSA-Wertes (Prostata-spezifisches Antigen) hat. An der prospektiven offenen Studie nahmen 29 Männer teil, die wegen eines Prostata-Karzinoms operiert oder bestrahlt worden waren (Urology 74, 2009, 878).

Die PSA-Werte lagen zu Beginn im Mittel bei 4,5 ng/ml. Die Patienten trugen zwei Jahre lang Pflaster, die 33 ng GTN pro Stunde freisetzen. Wie Dr. D. Robert Siemens aus Kingston berichtet, wurde die Verdopplungszeit des PSA-Wertes durch die Behandlung tatsächlich signifikant verlängert, und zwar von 13,3 Monaten auf fast 32 Monate.

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