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Noradrenalin wirkt über Amygdala schmerzlindernd

ST. LUCIA (wsa). Die Erfahrung zeigt, dass starker Stress zuvor empfundene Schmerzen betäuben kann. Worauf diese Form der selbstständigen Schmerzdämpfung beruht, haben australische Forscher jetzt herausgefunden. Vermittelt wird sie durch Noradrenalin.

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Bei Stress steigt außer Adrenalin auch der Noradrenalin-Spiegel. Der Neurotransmitter blockiert bestimmte Nervenbahnen im Gehirn, so dass Schmerzsignale nicht mehr an die zentrale Verarbeitungsstelle gelangen (Neuron 56, 2007, 880).

An Ratten entdeckten die Forscher um Dr. Pankaj Sah in St. Lucia, wie Noradrenalin schmerzlindernd wirkt. Die Schmerzsignale gelangen über das Rückenmark oder den Trigeminusnerv in den Hirnstamm und von dort in den Mandelkern im limbischen System.

Diese Hirnregion verarbeitet auch Stress-Signale und verknüpft Sinneseindrücke mit Emotionen. Die Forscher stellten fest, dass Noradrenalin die Signalübertragung an den Synapsen im Mandelkern blockiert. Dabei lagert es sich an spezielle Rezeptoren der Hirnstamm-nerven an und löst damit Reaktionen aus, die die Freisetzung von Signale übertragenden Botenstoffen in den Synapsen hemmen.

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