Novartis kritisiert Vorbericht zu Antihypertensiva

NEU-ISENBURG (eb). Der Vorbericht des IQWiG zu Antihypertensiva (wir berichteten) missachte Verfahrens-Regeln des neuen GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes. Darauf weist Novartis hin. Das Verfahren solle daher neu aufgerollt werden, so das Unternehmen.

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Der Gesetzgeber habe im neuen GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz, das zum 1. April in Kraft treten wird, neue Regeln für die Bewertung durch das IQWiG festgelegt, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Das neue Gesetz solle auch für alle laufenden Verfahren gelten. Festgelegt sei darin, dass das Institut ab sofort im Rahmen seiner Bewertungsverfahren internationale Standards berücksichtigen müsse.

"Außerdem sieht das neue Gesetz vor, dass die Betroffenen - insbesondere Patienten und Industrie - in allen Verfahrensabschnitten beteiligt werden, also auch schon bei der Erstellung des Berichtsplans und der Definition der Methodik", so Novartis. Diese Verfahrens-Regeln seien bei der Erstellung des Vorberichtes zu Antihypertensiva bisher nicht berücksichtigt worden.

Das Unternehmen kritisiert außerdem, dass der IQWiG-Vorbericht im Widerspruch zu Leitlinien und Bedürfnissen von Patienten stehe. Die vorläufige Schlussfolgerung laute, dass bei Diuretika der Nutzen in der Bluthochdrucktherapie am besten belegt sei. Gleichzeitig stelle das Institut aber fest, dass unter Diuretika die Rate der Diabetes-Manifestationen am höchsten war. Die Sartane wiesen im Vergleich zu anderen Antihypertensiva die geringste Rate auf.

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