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Nur bei jedem achten Hypertoniker stimmt der Blutdruck

HAAR (wst). Die Hypertonie ist als maßgeblicher Risikofaktor für Schlaganfall und Herzinfarkt unumstritten. Dennoch wird in Deutschland derzeit nur bei jedem achten Hypertoniker eine leitliniengerechte Blutdrucknormalisierung erreicht. Inwieweit durch Schulungen diese Situation verbessert werden kann, soll in der PROTECT-Studie untersucht werden.

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Hochrechnungen zufolge leben in Deutschland 16 Millionen Hypertoniker, von denen aber erst zwölf Millionen erkannt sind, hat Professor Heribert Schunkert vom Universitätsklinikum Lübeck auf einer Pressekonferenz des Unternehmens MSD in Haar erinnert. Behandelt werden wegen ihres Hochdruckes in Deutschland aber nur acht Millionen Menschen.

Und nur ein Viertel davon, also zwei Millionen, erreichen die Zielwerte nach den aktuellen Leitlinien: weniger als 140/90 mmHg bei sonst gesunden Hypertonikern, weniger als 130/80 mmHg bei Diabetikern und weniger als 125/75 mmHg bei eingeschränkter Nierenfunktion.

Studien wie die HOT (Hypertension Optimal Treatment)-Studie haben gezeigt, daß 50 bis 70 Prozent aller Hypertoniker eine Kombinationstherapie mit mindestens zwei Antihypertensiva benötigen, um die Zielwerte zu erreichen, betonte Schunkert.

Tablettensparend bieten sich dann Fixkombinationen an wie die vom Unternehmen neu eingeführte gut verträgliche Hochdosiskombination Fortzaar® mit 100 mg Losartan und 25 mg Hydrochlorothiazid.

Inwieweit eine intensivierte Schulung und Expertenanbindung von Hausärzten das Therapieergebnis bei Hypertonikern verbessern kann, soll die vom Unternehmen unterstützte jetzt anlaufende PROTECT (Programm zur optimierten Versorgung von Hypertonikern durch ein interaktives Informationsregime)-Studie klären, so Schunkert.

Einbezogen werden darin 4000 niedergelassene Allgemeinärzte, Praktiker und Internisten mit jeweils zehn bislang unzureichend behandelten Hypertonikern (> 140/90 mm Hg, > 55 Jahre). 1000 Ärzte und ihre Patienten bilden die Kontrollgruppe.

Die anderen 3000 Ärzte nehmen im Verlauf der 13monatigen Studie zusätzliche regionale und zentrale hypertonierelevante Fortbildungsveranstaltungen wahr, ihnen werden regelmäßige expertengeleitete Internetforen, Patientenschulungsmodule und die enge Anbindung an telefononische Beratung für akute konkrete Fragen angeboten.

Zielkriterium ist, inwieweit am Ende der Studie die Patienten der intensiviert betreuten Ärzte bei Blutdruckeinstellung, Begleiterkrankungen und Komplikationen besser als die der Kontrollgruppe abschneiden.

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