Nutzen von Rezeptorblocker bestätigt

BARCELONA (Rö). Eine Studie in Japan hat jetzt bestätigt, daß Valsartan bei gleich effektiver Blutdrucksenkung stärkere kardiovaskuläre Schutzeffekte hat als Blutdrucksenker, die keine Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker sind. Weil es mit dem Angiotensin-II-Antagonisten 39 Prozent weniger kardiovaskuläre Ereignisse gegeben hat, ist die Jikei-Heart-Studie abgebrochen worden.

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Die Studie an der Jikei-Uni in Japan ist eine kontrollierte prospektive Studie mit Zufallsauswahl. Deren Ergebnisse hat Professor Björn Dahlöf aus Göteborg in Schweden gestern beim Kardiologie-Kongreß in Barcelona bekanntgegeben.

An der Studie haben über 3000 Patienten mit Bluthochdruck, KHK oder Herzinsuffizienz teilgenommen. Sie haben zusätzlich zu ihrer Therapie Valsartan oder einen Nicht-Angiotensin-II-Antagonisten erhalten. In beiden Gruppen wurde der gleiche Blutdruck erreicht. Primärer Endpunkt der Studie war ein kardiovaskuläres Ereignis.

Eine Zwischenanalyse ergab, daß es mit Valsartan 92 kardiovaskuläre Ereignisse gegeben hatte, in der Vergleichsgruppe 149 Ereignisse. Das sind 39 Prozent weniger bei Valsartan. Der Unterschied beruht auf weniger Schlaganfällen (29 versus 48 Prozent), weniger Angina pectoris (19 versus 53 Prozent) und weniger Herzinsuffizienz (19 versus 36 Prozent). Die Unterschiede sind signifikant.

Ob allerdings die unterschiedlichen Gene der asiatischen Studienteilnehmer verglichen mit Europäern das Ergebnis beeinflußt haben, sei schwierig zu beurteilen, so die Studienleiter. Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker haben sich auch in Europa als vorteilhaft im Vergleich zu anderen Blutdrucksenkern erwiesen.

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