Osteoporose

Orthopäden fordern: Bei Älteren Sturz- und Frakturrisiko klären!

Nur 10 bis 20 Prozent der Osteoporose-Kranken erhalten eine leitliniengerechte Therapie.

Veröffentlicht:

Vor allem hochbetagte Menschen werden viel zu selten behandelt. Und dies, obwohl die Gefahr von Knochenbrüchen mit dem Alter deutlich steigt, teilen die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und der Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) mit.

Um die Situation zu verbessern, halten die Experten eine bessere Identifikation von Risikopatienten und der Ausbau integrierter Versorgungskonzepte für notwendig: Ältere Menschen sollten beim Arztbesuch oder Klinikaufenthalt gezielt auf Risikofaktoren hin untersucht werden, denn nicht nur die Knochendichte allein bestimmt das Ausmaß der Frakturgefahr. Weitere Risikofaktoren sind Rauchen, der Konsum von Alkohol, eine Rheumaerkrankung oder die Behandlung mit Kortison.

Große Bedeutung bei der Prävention osteoporosebedingter Verletzungen kommt auch einer Abschätzung des individuellen Sturzrisikos zu. Denn eine Neigung zu Stürzen erhöht das Frakturrisiko erheblich. Deshalb fordert die DGOU neben einer gezielten Identifikation von Risikofaktoren auch die systematische Erfassung des Sturzrisikos bei allen ambulant oder stationär behandelten Patienten mit Erkrankungen oder Verletzungen des Bewegungsapparates ab dem 50. Lebensjahr. Wird ein erhöhtes Frakturrisiko aufgedeckt, muss mit einer leitliniengerechten Behandlung begonnen werden. (eb)

Mehr zum Thema
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Mussten Ärzte seinerzeit auch neu dazulernen: Röntgen.

© Channel Partners / Zoonar / picture alliance

Ärzte und die digitale Medizin

Digitalisierung: „Wir müssen uns offener zeigen als Ärzteschaft“

Kopfschmerzen: Rund zehn Prozent der Patienten mit SARS-CoV-2-Infektion entwickeln nach Abklingen der akuten Symptome einen Dauer-Kopfschmerz.

© ijeab / stock.adobe.com

Schmerzmediziner berichten

Dauer-Kopfschmerz nach COVID-19 nicht selten