Panik-Patienten für Studie zu Sport gesucht

BERLIN (ami). Sport hilft bei Panikattacken. Das hat eine kürzlich veröffentlichte Studie der Charité Berlin mit gesunden Teilnehmern ergeben. Für weitere Studien suchen die Kollegen der Charité jetzt Patienten mit Panikstörungen.

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In der kürzlich veröffentlichten Studie der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie unter der Leitung von Privatdozent Dr. Andreas Ströhle ist gesunden Teilnehmern das Hormon CCK-4 (Cholecystokinin Tetrapeptid) injiziert worden. Mit dem Hormon, das von der Bauchspeicheldrüse produziert wird, lassen sich Panikattacken künstlich hervorrufen, teilt die Charité mit.

Die Teilnehmer erhielten das Hormon nach sportlicher Aktivität oder nach körperlicher Ruhe. Das Ergebnis: Hatten die Testpersonen zuvor Sport getrieben, waren die Symptome der Panikattacken wie Atemnot, Herzrasen und Übelkeit geringer ausgeprägt.

Ob dieser bei gesunden Testpersonen festgestellte Mechanismus auf Patienten mit Panikstörungen übertragbar ist, soll jetzt in einer neuen Studie geklärt werden. Kann eine Runde Joggen akute Panikattacken bei Menschen mit Panikstörung mildern?

Welche Mechanismen der Angstbewältigung werden durch Sport aktiviert und welche neuen Therapiemöglichkeiten ergeben sich aus diesen Erkenntnissen? Um das zu klären, sucht die Klinik noch Patienten, die eine Panikstörung haben.

Dr. Andreas Ströhle, Tel.: 030-450 517 034, E-Mail: andreas.stroehle@charite.de

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