Direkt zum Inhaltsbereich

Patienten für Therapiestudie zu Morbus Menière gesucht

In einer multizentrischen Studie werden unterschiedliche Dosierungen von Betahistin geprüft.

Veröffentlicht:

MÜNCHEN (eb). Bisher gibt es für die Therapie bei M. Menière keine nach "state-of-the-art"-Prinzipien durchgeführten Studien, teilt die LMU München mit. Frühere Studien hätten ergeben, dass eine höhere Dosierung von Betahistin besser wirkt als eine niedrigere. In einer multizentrischen, Placebo-kontrollierten, doppelblinden Dosisfindungsstudie soll jetzt besonders eine höhere Betahistin-Dosierung (3 x 48 mg pro Tag) geprüft werden, die noch nicht zur M. Menière-Therapie zugelassen ist.

Behandelt wird neun Monate lang, dann folgt ein Follow-up von drei Monaten. Ziele dieser vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Studie seien die Reduktion von Schwindelattacken und Tinnitus sowie die Verbesserung der Hör- und Gleichgewichtsfunktion. Studienzentren gibt es in Aachen, Berlin, Erlangen-Nürnberg, Essen, München, Regensburg und Tübingen. In die Studie aufgenommen werden Patienten im Alter zwischen 18 und 80 Jahren mit definitivem Morbus Menière:

  • zwei oder mehr Drehschwindelattacken von mindestens 20 Minuten Dauer
  • Tinnitus oder Völlegefühl im betroffenen Ohr
  • Ausschluss anderer Ursachen
  • audiometrisch dokumentierter Hörverlust
  • mindestens zwei Menière-Attacken pro Monat für mindestens drei aufeinander folgende Monate.

Ausschlusskriterien sind unter anderem andere Erkrankungen des vestibulären Systems, Kontraindikationen für Betahistin, Schwangerschaft oder Stillzeit, schwere Nieren- oder Leberinsuffizienz, Magen- oder Dünndarmulzera, Tumoren, schwere KHK sowie die Therapie mit anderen Antihistaminika.

Für Kollegen/-innen und interessierte Patienten gibt es Infos bei: Prof. Michael Strupp, Klinikum der Uni München, Campus Großhadern, Neurologische Klinik und IFB Schwindel, Tel.: 089 / 7095 - 6678 oder 6680, Fax: 089 / 7095 - 6673, EMail: Michael.Strupp@med.uni-muenchen.de

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Vitamin-B12-Mangel

Frühzeitig erkennen, gezielt therapieren

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Wörwag Pharma GmbH & Co. KG, Böblingen
ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

© CLIPAREA.com / stock.adobe.com

Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie

ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
 Abb. 1: Anwendung von Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1,8]

Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

Topische steroidfreie Behandlungsoption bei atopischer Dermatitis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Incyte Biosciences Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Arzt bereitet eine Biopsie vor.

© Rokas / stock.adobe.com

Aktive Überwachung

Prostatakrebs: Urintest kann Biopsien ersparen