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Plädoyer für DMP und Bildung von Brustzentren

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BERLIN (af). Das Geld soll der Qualität folgen: Diese Forderung haben Experten beim Krebskongress erhoben. Disease-Management-Programme könnten diese Entwicklung fördern, sagte Wilfried Jacobs, Chef der AOK Rheinland-Hamburg.

DMP beschleunigen Konzentrationsprozesse. Von vormals 124 Krankenhäusern im Rheinland, die Frauen mit Brustkrebs behandelt hätten, seien seit diesem Jahr noch 33 Brustzentren mit 47 OP-Standorten verblieben, sagte Jacobs. Dort würden die in DMP-Programme eingeschriebenen 12 000 Patientinnen behandelt. Die Zentrenbildung in der onkologischen Versorgung sollte in den Krankenhausplanungen der Länder verankert werden, schlug Jacobs vor.

So würden die Länder Wildwuchs vermeiden: "Jeder kann ein Zentrumsschild aufhängen und sich eine Zertifizierung besorgen, notfalls beim TÜV", behauptete der Kassenchef. Kleinere Krankenhäuser in der Fläche müssten in dem Prozess nicht auf der Strecke bleiben. Sie könnten als Portalkliniken in die Zentren eingebunden werden.

Obwohl DMP die Kassen Geld kosteten, habe er "mehr Lust auf individuelle Verträge mit DMP-Ärzten". Nur bei ihnen wisse er die Qualität gesichert. Für Ärzte lohne sich die Teilnahme. Sie verschaffe ihnen "bessere ökonomische Rahmenbedingungen". Allerdings müssten der Verwaltungsaufwand für DMP geringer und die Leitlinien schneller aktualisiert werden.

Jacobs warnte seine Kollegen bei anderen Kassen davor, die DMP künftig zu vernachlässigen, weil sie im Morbi-RSA nicht mehr begünstigt würden. Nur über diese Programme und die Integrierte Versorgung lasse sich Qualität sichern und die Honorarflüsse in Richtung qualitätsgesicherter Versorgung kanalisieren: "Zum Beispiel über mehr Honorar für Ärzte, die in die richtige Klinik einweisen", sagte er.

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