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Plädoyer für frühe Parkinson-Therapie

MÜNCHEN (sto). Patienten unter 70 mit Morbus Parkinson sollten nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) initial bevorzugt einen Dopamin-Agonisten erhalten. Der Dopamin-Agonist Cabergolin hat den Vorteil, daß er nur einmal am Tag eingenommen werden muß.

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Bei Patienten unter 70 Jahren, die sonst keine wesentliche Komorbidität haben, könne bei milder Symptomatik alternativ zu einer initialen Agonisten-Therapie auch mit Amantadin und/oder Selegilin behandelt werden, sagte Professor Heinz Reichmann von der TU Dresden in München.

Die Parkinson-Therapie sollte im Sinne einer Neuroprotektion aber möglichst früh begonnen werden, so der Neurologe bei einer Veranstaltung des Unternehmens Pfizer. Dabei können Dopamin-Agonisten entweder gleich oder etwas später hinzugegeben werden.

Die Präferenz für Dopamin-Agonisten in der Frühtherapie ergebe sich aus Beobachtungen, nach denen L-Dopa vor allem bei jüngeren Patienten nach einigen Jahren Therapie zu Dyskinesien führt. Mit Dopamin-Agonisten treten Dyskinesien dagegen seltener auf, haben viele kontrollierte Studien ergeben. Eine Sonderstellung unter den Dopamin-Agonisten nehme Cabergolin (Cabaseril®) mit einer Plasmahalbwertszeit von 65 Stunden ein, so Reichmann. Das Medikament müsse deshalb nur einmal am Tag eingenommen werden.

Bei der Diagnose eines Parkinson-Syndroms sei wichtig, daß außer einer Verlangsamung der willkürlichen Bewegungen mindestens auch noch ein muskulärer Rigor, ein Ruhetremor oder eine Haltungsinstabilität vorliegt.

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