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Kommentar zur Darmkrebs-Suche

Pluspunkte für Immuntests

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:

Bereits in früheren Untersuchungen gab es Hinweise, dass unter den Tests auf okkultes Blut beim Darmkrebsscreening aufgrund der höheren Sensitivität jene Verfahren besser abschneiden können, die auf immunologischer statt auf enzymatischer Grundlage das Blut aufspüren.

Erstmals belegt nun eine Studie aus Heidelberg im direkten Vergleich - mit Bestätigung der Ergebnisse durch eine anschließende Koloskopie - den Vorteil von drei ausgewählten Immuntests.

Das stützt klar die Forderung im Nationalen Krebsplan, sich den Europäischen Leitlinien zum Darmkrebs-Screening anzuschließen, in denen ein immunologischer Test als Standard eingestuft wird, vorausgesetzt, die Spezifität ist mindestens so hoch wie die des Enzymtests und die Sensitivität, wie in bisherigen Studien beobachtet, deutlich höher.

In den S3-Leitlinien zum Kolorektal-Ca vom Januar 2013 heißt es denn auch, dass immunologische Tests "mit nachgewiesen hoher Spezifität über 90 Prozent und Sensitivität alternativ zum Enzym-Test" eingesetzt werden können.

Allerdings: Wegen der großen Variabilität zwischen den verfügbaren Tests bei den Parametern "Sensitivität" und "Spezifität" wird der generelle Einsatz aller Immuntests nicht empfohlen. Die aktuelle Studie könnte dazu beitragen, dass sich das ändert.

Lesen Sie dazu auch: Darmkrebs aufspüren: Immuntests stechen Enzymtests aus

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Kommentare
Jürgen Fuhrländer 25.06.201309:54 Uhr

Welcher "Enzymtest" ist denn gemeint?

Ich bitte um Verzeihung, aber dass sich das DKFZ einer derartigen Nachlässigkeit seiner ''wissenschaftlichen'' Tätigkeit zuschulden kommen lässt, hätte ich nicht erwartet. Der in der Veröffentlichung gemeinte "Enzymtest" firmiert im Volksmund als Guajak- bzw. Haemoccult-Test. Mit dem Artikel getroffen werden sollte meiner persönlichen Meinung nach allerdings ein Test, der sich als enzymatisches Verfahren definiert (er erkennt ein Isoenzym des Tumorstoffwechsels): Der M2-PK im Stuhl Test, der nach allen bis dato vorliegenden Metaanalysen (Autoren: Tonus, Mazurek, Ewald u.v.a.)den blutbasierten Tests in Belangen der Sensitivität allemal und der Spezifität, setzt man eine hohe Erkennungsrate (statt der geforderten Spezifität) bei Screeningverfahren voraus, deutlich überlegen ist. Wir alle sind uns einig, dass Tumoren (Polypen noch weniger) nicht immer bluten; was machen unsere immunologischen Bluttest eigentlich in diesen Fällen?
Schade, eine genauere Definition und Abgrenzung hätte mit der Nennung der M2-PK und deren Besonderheiten vermeidbare Irritationen und Verwechslungen verhindert.

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