Direkt zum Inhaltsbereich

Ernährungs-Tipps

Prävention von Allergien

Veröffentlicht:

BONN. Was sollten Stillende mit allergisch vorbelastetem Kind essen? Welche Milch brauchen Säuglinge mit erhöhtem Allergierisiko? Was ist beim Einführen der Beikost zu beachten? Aus Anlass neuer Studienergebnisse geben Experten Tipps dazu.

Die Patienteninformation "Allergieprävention und Ernährung" der Deutschen Haut- und Allergiehilfe greift sie auf. Aufgrund der Ergebnisse der Studie GINI (German Infant Nutrition Intervention) ließen Experten bei der Ernährung von Säuglingen in den ersten vier Lebensmonaten keine Ausnahme zu, so die Deutsche Haut- und Allergiehilfe (DHA) in ihrer Mitteilung.

Für allergiegefährdete Kinder gelte: Konsequent hypoallergene Ernährung von der ersten Mahlzeit an trägt entscheidend dazu bei, insbesondere das Neurodermitisrisiko zu senken (J Allergy Clinic Immunol Vol 131 (6), 1565-1573).

Idealerweise werde das Kind während dieser Zeit voll gestillt.Mütter, die mit dem Stillen nicht zurechtkommen oder nicht genug Milch haben, sollten auf hypoallergene Säuglingsnahrung (HA-Nahrung) zurückgreifen. Deren allergievorbeugende Wirkung sollte durch unabhängige wissenschaftliche Studien wie die GINI-Studie nachgewiesen sein.

Schwangeren und stillenden Müttern wird empfohlen, weitgehend normal zu essen. Sie dürfen ruhig auch Nahrungsmittel mit allergenem Potenzial zu sich zu nehmen, sofern sie diese selber vertragen.

Neben Kuhmilch und Eiern seien auch Weizen, Soja, Nüsse sowie Fisch erlaubt und erwünscht. Denn es gebe keine Belege dafür, dass es in Sachen Allergievorbeugung etwas nützt, darauf zu verzichten, so die DHA.

Babys ab dem vollendeten vierten, spätestens ab dem sechsten Lebensmonat sollten nach Meinung der Wissenschaftler Beikost bekommen, berichtet die DHA. Wenn das Kind bereits ein paar Nahrungsmittel kennengelernt hat und verträgt, sollten Eltern nach und nach auch potenziell allergene Lebensmittel einführen.

Die Studienergebnisse weisen laut DHA darauf hin, dass diese Vorgehensweise sogar schützt. Eltern sollten das Zufüttern daher nicht aus falscher Vorsicht hinausschieben und dem Kind Milchprodukte, Eier, Weizen oder Fisch vorenthalten. Lediglich das Glas Kuhmilch gehöre erst nach dem ersten Lebensjahr auf den Speiseplan. (eb)

Kostenlose Bestellung: DHA e.V., Heilsbachstr. 32, 53123 Bonn; www.dha-allergien-vorbeugen.de

Mehr zum Thema

Seltene Erkrankungen

Primäre Immundefekte: Warnzeichen und Tipps fürs Labor

Fehlerhaftes Immunsystem

So unterscheiden sich primäre und sekundäre Immundefekte

Das könnte Sie auch interessieren
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

© Iuliia Petrovskaia | iStock

Dermatophyten-Infektionen

Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: WAYPOINT-Studie: schnelle und signifikante Reduktion des SNOT-22-Scores über 52 Wochen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [6]

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg

Chronisch kranke Kinder

Mangelernährung frühzeitig erkennen und konsequent angehen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Danone Deutschland GmbH, Frankfurt/Main
Abb. 1: sPGA-Ansprechen über zwei Jahre

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [1]

Psoriasis-Therapie bei Kindern und Erwachsenen

PDE-4-Hemmer: erste orale Systemtherapie für Kinder − auch bei besonderen Manifestationen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Seltene Erkrankungen

Primäre Immundefekte: Warnzeichen und Tipps fürs Labor

Lesetipps
Auswahl an gesunden pflanzlichen Lebensmitteln: Superfoods, verschiedene Obstsorten und Beeren, Nüsse und Samen.

© alicja neumiler / stock.adobe.com

Gepoolte Studien-Analyse

Vegetarische Ernährung und Krebsrisiko: Nicht immer ist pflanzlich besser!

Eine Hand hält ein

© Sergey Nivens / stock.adobe.com

Jetzt abonnieren

Unsere Newsletter in der Übersicht