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Probiotikum vor allem bei Diarrhoe genutzt

FRANKFURT AM MAIN (ug). Probiotika sind bei vielen Ärzten beliebt. Bei Patienten mit Magen-Darm-Krankheiten wie Obstipation, Diarrhoe oder Reizdarm, ist die Therapie mit probiotischen Arzneimitteln auch sehr erfolgreich. Das hat eine prospektive, zwölfmonatige Praxisstudie ergeben.

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Die Erfahrung der Kollegen zeigt, dass sich bei Patienten mit chronischer Obstipation unter dieser Therapie die Stuhlfrequenz verdoppelt. Bei Patienten mit Diarrhoe dagegen wird sie seltener, und die Stuhlkonsistenz verbessert sich.

Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die dem Wirt einen gesundheitlichen Vorteil bringen sollen, wenn sie in ausreichender Menge eingenommen werden, definiert die WHO. Studienziel war es, herauszufinden, bei welchen Indikationen Kollegen in der Praxis mit Erfolg Probiotika anwenden.

446 Praxen (Ärzte und Heilpraktiker) nahmen an der Studie teil. 3807 bis zu 98-jährige Patienten wurden mit E. coli Nissle 1917 (Mutaflor®) behandelt, berichtete Professor Heinz J. Krammer aus Mannheim.

Die Hauptindikationen für das Probiotikum waren Obstipation (253 Patienten), alle Arten von Reizdarm (679 Patienten), chronisch rezidivierende Diarrhoe (726 Patienten), protrahierte Diarrhoe (339 Patienten) und die Remissionserhaltung bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (415 Patienten). Die Rate unerwünschter Wirkungen lag bei 2,8 Prozent (vor allem Meteorismen und Flatulenz).

Krammer empfiehlt begleitend zur Helicobacter-pylori-Eradikation auch probiotische Lebensmittel (etwa Yakult). Das bessere die Compliance. Immunsupprimierte und Schwerkranke sollten keine Probiotika bekommen, so Krammer bei einer Veranstaltung von Yakult in Frankfurt am Main.

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