Rabatte mit schmerzhaften Folgen

Veröffentlicht:

FRANKFURT AM MAIN (ner). Der Austausch von Analgetika bei Rabattverträgen zwischen Kassen und Arzneimittelherstellern birgt große gesundheitliche Risiken. Davon zeigten sich Experten auf dem Deutschen Schmerztag in Frankfurt am Main überzeugt. Die Deutsche Schmerzliga fordert jetzt Ausnahmeregelungen.

Mehr als 400 von 650 Mitgliedern der Schmerzliga, die auf ein anderes Medikament umgestellt worden waren, berichteten in einer Umfrage über erhebliche Verschlechterungen der Schmerzzustände, sagte Dr. Marianne Koch, Präsidentin der Organisation.

Vor allem bei Analgetika mit retardierter Formulierung sei die Galenik entscheidend für die Bioverfügbarkeit und die Verstoffwechselung, so Koch. Folge seien oft Durchbruchschmerzen. Für Medikamente mit geringer therapeutischer Breite sollten deswegen Ausnahmeregelungen geschaffen werden. Die Umstellung müsse unbedingt vermieden oder rückgängig gemacht werden können, ohne dass dem Arzt dadurch Sanktionen drohten, forderte Koch.

Teilweise erhalten Schmerzpatienten mehrmals innerhalb eines Quartals Präparate unterschiedlicher Hersteller, hieß es. Oft wisse der Arzt gar nichts davon, werde zugleich aber haftbar für Leib und Leben der Patienten gemacht, kritisierte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie, Dr. Gerhard Müller-Schwefe.

Mehr zum Thema

Stressfreie Blutabnahme

So lassen sich Schmerzen durch Nadelstiche bei kleinen Kindern mindern

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Herzinsuffizienz

HFrEF-Therapie: So sieht die optimale Therapie (derzeit) aus

Weltkrebstag 2026

Was es für die optimale Krebsversorgung auf dem Land braucht

Leopoldina

Adipositas-Epidemie: Diese Strategien braucht es jetzt

Lesetipps
Älterer Mann fasst sich an die linke Brust, Herzschmerzen

© iammotos / stock.adobe.com

Herzinsuffizienz

HFrEF-Therapie: So sieht die optimale Therapie (derzeit) aus

Vernetzte Menschen

© SMART.art / stock.adobe.com

Weltkrebstag 2026

Was es für die optimale Krebsversorgung auf dem Land braucht