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Ramipril kann einer Hypertonie vorbeugen

MÜNCHEN (Rö). Bei hoch-normalem Blutdruck (130 / 85 bis 139 /89 mmHg) wird eine 24-Stunden-Messung empfohlen. Bestätigt sich der Befund, profitieren Betroffene von einer Therapie mit Ramipril.

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Menschen mit hoch-normalem Blutdruck sind stärker gefährdet, eine Hypertonie zu entwickeln als Menschen mit normalem oder optimalem Blutdruck. Vorgebeugt werden kann mit einer Ramipril-Therapie. Diese Zusammenhänge hat die Arbeitsgruppe um Professor Jochen Schrader aus Cloppenburg in der Pharao-Studie ermittelt. Die Ergebnisse hat Dr. Stephan Lüders bei der Hochdruckliga-Tagung in München vorgestellt.

In der Studie wurde die Hälfte von 1008 Menschen mit hochnormalen Blutdruckwerten in der Praxis nach Zufallsauswahl mit Ramipril behandelt mit dem Ziel, einer Hypertonie vorzubeugen. Die anderen bildeteten die Kontrollgruppe. Primärer Endpunkt war eine manifeste Hypertonie. Diesen Endpunkt erreichten nach drei Jahren 43 Prozent aus der Kontrollgruppe, aber nur 31 Prozent aus der Ramipril-Gruppe. Das sind 34 Prozent weniger, ein signifikanter Unterschied.

Wesentliche Informationen gewann die Arbeitsgruppe vom St. Josefs-Hospital aus der 24-Stunden-Blutdruck-Messung. Bei dieser Messung hatten nur 45 Prozent der Menschen mit hoch-normalen Werten in der Praxis ebenfalls hoch-normale Werte bei der Langzeitmessung. 20 Prozent der Patienten hatten normale Blutdruckwerte. Und jeder dritte hatte bereits eine manifeste Hypertonie.

Das Ergebnis der Langzeitblutdruck-Messung war auch ein entscheidendes Kriterium dafür, ob Patienten von einer Ramipril-Therapie profitierten. Nur Menschen mit hoch-normalem Blutdruckprofil in der 24-Stunden-Messung profitierten. Die Ergebnisse unterstützen einmal mehr die Bedeutung der Langzeitblutdruckmessung.

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