"Reden Sie auch über Nebenwirkungen!"

WIESBADEN(hub). Erwarten Patienten bei einer Opioidtherapie typische Nebenwirkungen, dann treten diese auch auf. Wichtig ist die richtige Kommunikation.

Veröffentlicht:

"Bei Beginn jeder Opioidtherapie muss mit dem Patienten auch über die Nebenwirkungen gesprochen werden", riet Professor Christoph Baerwald beim Rheuma Update in Wiesbaden. In einer Metaanalyse von 34 Studien mit 5500 Patienten hatte zwar jeder zweite Patient unter Opioidtherapie eine oder mehr opioidtypische Nebenwirkungen, etwa Übelkeit, trockener Mund oder Obstipation. Das Bemerkenswerte: Auch jeder dritte jener Patienten, die nur ein Placebo erhielten, hatte eine oder mehr solcher Wirkungen. "Das sollte den Patienten gesagt werden", so der Rheumatologe vom Uniklinikum Leipzig.

Sein weiterer praktischer Tipp für die Opioidtherapie: Auftitrieren. Baerwald verwies auf eine Studie mit 250 Patienten, die Tramadol/Acetaminophen erhielten. Die Dosis wurde entweder langsam erhöht - Schema einmal Verum (37,5/325 mg Tramadol/Acetaminophen), zweimal Placebo für drei Tage, dann zweimal Verum, einmal Placebo für vier Tage, anschließend die volle Dosis. Die zweite Gruppe erhielt von Beginn an dreimal Verum. Die Ergebnisse nach zwei Wochen: Übelkeit hatten mit Auftitrieren 12 Prozent der Patienten, in der anderen Gruppe 25 Prozent. Bei Erbrechen lag die Rate bei 4 versus 17 Prozent.

Mehr zum Thema
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

New Orleans

Herzkongress ACC 2026: Das sind die wichtigen neuen Studien

Lesetipps
Eine sehr einfache Illustration eines Darms mit verschiedenen Kapseln drin.

© Dragon Claws / stock.adobe.com

Insbesondere Clindamycin, Fluorchinolone und Flucloxacillin

Antibiotika wirken sich offenbar langfristig auf das Darmmikrobiom aus