Renommierter Preis für immunologische Forschung

Der Robert-Koch-Preis geht 2010 an einen Forscher, der die Infektionsabwehr und die Rolle der Leukozyten erforscht hat.

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BERLIN (pe). Die Robert-Koch-Stiftung hat den mit 100 000 Euro dotierten Robert-Koch-Preis 2010 an Professor Max Dale Cooper aus Atlanta, USA, und die Robert-Koch-Medaille in Gold an Professor Fotis C. Kafatos aus London für sein Lebenswerk verliehen. Überreicht hat die Auszeichnungen die Staatssekretärin des Bundesgesundheitsministeriums Annette Widmann-Mauz.

Cooper hat mit seinen Untersuchungen zum adaptiven Immunsystem in Wirbeltieren zum Verständnis beigetragen, wie Leukozyten Infektionen bekämpfen, bei Leukämien oder Lymphomen entarten und bei Autoimmunerkrankungen den eigenen Körper angreifen. Derzeit erforscht er Antikörper-ähnliche Proteine von Fischen, die womöglich für die Diagnose und Therapie bei Infektionen des Menschen genutzt werden können, wie er erläuterte.

Kafatos, von 2007 bis 2010 Präsident des Europäischen Forschungsrates, erhielt seine Medaille für die Erforschung des Immunsystems der Anopheles-Mücke. Er wies nach, dass nur bestimmte Spezies Malaria übertragen und dass durch Inaktivierung von Genen die Vermehrung des Malariaparasiten in der Mücke verhindert wird. Er strebe an, durch chemische oder genetische Verfahren nur Malaria-übertragende Spezies zu bekämpfen, um nützliche Insekten und die Umwelt zu schonen, so Kafatos.

Mit je 5000 Euro dotierte Postdoktorandenpreise bekamen Dr. Michael Schindler aus Hamburg für Arbeiten zu Lentiviren, Dr. Tanja Schneider aus Bonn für die Charakterisierung antimikrobieller Substanzen und Dr. Koji Tokoyoda aus Berlin für Untersuchungen zum Immungedächtnis.

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