Rheuma

Rheuma-Patienten geben Ärzten für ihre Betreuung gute Noten

BERLIN (sir). Die ärztliche Betreuung von Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) hat sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend verbessert. Und das spiegelt sich auch in der Zufriedenheit der Rheumakranken wider.

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Das hat ein aktueller Bevölkerungssurvey des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums (DRFZ) ergeben, bei dem 55 000 Bundesbürger befragt wurden.

"Noch in den 80er Jahren wurde nur jeder dritte RA-Patient jemals und nur jeder sechste regelmäßig von einem internistischen Rheumatologen behandelt, sagte Professor Angela Zink vom DRFZ Berlin. Das sei jetzt besser: "In unserem Bevölkerungssurvey haben wir ermittelt, dass derzeit 93 Prozent der RA-Patienten vom Rheumatologen betreut werden. Und 64 Prozent werden dort regelmäßig - mindestens einmal jährlich - vorstellig", so Zink bei einem Symposium der Fortbildungsreihe "RheumaWissen" in Berlin.

Zur Therapie ergab der gemeinsam von DRFZ und Wyeth Pharma vorgenommene Survey: Patienten, die in der rheumatologischen Facharztpraxis betreut werden, erhalten auch DMARDs (Disease Modifying Antirheumatic Drugs). Das wiederum korreliert mit einer geringeren Anzahl geschwollener und schmerzhafter Gelenke, insgesamt weniger Schmerzen, einer größeren Unabhängigkeit und einer generell niedrigeren Krankheitsaktivität.

Kein Wunder, dass die Mehrheit der RA-Patienten mit der ärztlichen Betreuung ihrer Gelenkbeschwerden "zufrieden" oder "sehr zufrieden" ist. Dies traf jedenfalls auf 90 Prozent der persönlich und 73 Prozent der telefonisch interviewten RA-Patienten zu.

"Das liegt auch daran, dass die hausärztlichen Kollegen Patienten mit Verdacht auf Rheumatoide Arthritis heute früher und zielgerichteter an den Facharzt überweisen", lobte Zink. "Dies sollte immer dann unverzüglich erfolgen, wenn die RA-Verdachtskriterien erfüllt sind." Vom Nachweis des Rheumafaktors sollte die Überweisung nicht abhängig gemacht werden, betonte sie.

STICHWORT

Verdachtskriterien auf RA

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie nennt als Kriterien für die klinische Verdachtsdiagnose einer frühen Rheumatoiden Arthritis:

  • neu oder wiederholt aufgetretene weiche Schwellung eines oder mehrerer Gelenke

und zusätzlich eines der folgenden Kriterien

  • Morgensteifigkeit der Gelenke von 30 Minuten oder länger
  • erhöhte Entzündungsparameter (BSG oder CRP) (eb)
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