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KOMMENTAR

Rheuma - da tut sich enorm viel

Von Michael Hubert Veröffentlicht:

Bessere Früherkennung, schnellere Vorstellung beim Spezialisten, früherer Therapiestart, neue Therapieoptionen: Die Rheumatoide Arthritis (RA) ist ein Paradebeispiel, wie gemeinsame Anstrengungen in der Medizin den Patienten enorm nützen.

Noch vor zehn Jahren war nur jeder fünfte Patient mit RA innerhalb von sechs Monaten beim Rheumatologen, heute trifft das für jeden zweiten zu - auch ein Verdienst von Hausärzten: Sie kennen die Verdachtskriterien besser und wählen effektiver aus. Dabei helfen ihnen Labormarker wie der Test auf Antikörper gegen zyklische citrullinierte Peptide (CCP). Den Test können seit 1.7.2007 auch Hausärzte zulasten der GKV veranlassen.

Das Ziel für Patienten mit RA-Verdacht aber heißt: zum Rheumatologen innerhalb der ersten drei Monate. Denn Studien belegen: Ein früher Therapiestart bringt viele Patienten langfristig in Remission. Das vermeidet Spätschäden und spart Kosten. Das typische Bild der Rheumahände wird eine Seltenheit. Mit Früharthritis-Sprechstunden wollen Rheumatologen zudem künftig das Ziel von maximal drei Monaten Wartezeit erreichen.

Und schlägt eine Therapie nicht an, bieten neue Arzneien weitere Optionen. Mehrere Substanzen werden erwartet. Und es ist nur eine Zeitfrage, wann individuell vorhergesagt werden kann, wem welche Therapie nützt. Auch daran wird intensiv geforscht. Das Beispiel RA zeigt: Gemeinsam an einem Strang zu ziehen, lohnt sich.

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