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Risiken beim Baden werden oft unterschätzt

DÜSSELDORF (ug). Die Gefahr zu ertrinken ist auch ein Thema für die ärztliche Beratung. Darauf weist das Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf zu Beginn der Freibadsaison hin. Vor allem mit Eltern sollte darüber gesprochen werden. Denn Baden und Schwimmen bergen "ein Freizeitrisiko, mit dem sich kaum ein anderes messen kann", so das CRM.

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Im vergangenen Jahr sind in Deutschland 606 Menschen ertrunken. Das entspricht einer Zunahme von 27 Prozent verglichen mit dem Jahr 2005, in dem es 477 Ertrunkene in Deutschland gab ("Infodienst" 9, 2007, 20). 470 Menschen sind in Seen und Teichen gestorben und 227 in Flüssen, davon im Rhein 28, in der Elbe 26, im Main zwölf und in der Donau zehn. 44 Menschen sind in Kanälen und Hafenbecken und 29 in Schwimmbädern ertrunken. An Deutschlands Küsten sind nur 28 Badegäste und Wassersportler gestorben. Die nahezu flächendeckende Überwachung der Strände von Nord- und Ostsee durch die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft mache das Baden dort sicherer, so das CRM.

Besonders häufig sind die Opfer Kleinkinder und Menschen über 50. 29 Kinder, die im vergangenen Jahr ertrunken sind, waren keine sechs Jahre alt. Für sie ist das Risiko so hoch, weil sie schlecht oder gar nicht schwimmen können. 289 der Ertrunkenen waren über 50 Jahre alt, das sind 48 Prozent der Gesamtopferzahl. Menschen dieser Altersgruppe überschätzen oft ihre eigene Leistungsfähigkeit. Sie hätten einen falschen Ehrgeiz und eine erhöhte Risikobereitschaft. Außerdem litten sie häufig an kardiovaskulären Krankheiten, heißt es.

Die meisten dieser Unglücksfälle sind vermeidbar. Entsprechende Ratschläge sollten - auch wenn sie eigentlich auf banalen Vernunftgründen basieren - daher in der ärztlichen Beratung ruhig wiederholt werden. Dazu gehören etwa:

- Kinder sollten früh schwimmen lernen.

- Nichtschwimmer sollten nie aus den Augen gelassen werden.

- An unbewachten Stellen sollte man nicht alleine schwimmen.

- Schwimmer, Wassersportler und Aufsichtspersonen sollen keinen Alkohol trinken.

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