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Roboter bringt Strahlentherapie auf den Punkt

An der Charité in Berlin wurde jetzt ein "CyberKnife®-System" etabliert. Auf diese Weise ist eine wissenschaftliche Evaluierung der robotergestützten bildgeführten Radiatio möglich.

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BERLIN (HD/wma). Eine robotergestützte bildgeführte Strahlentherapie ist bei verschiedenen Tumoren eine nicht-invasive Alternative zu Op oder herkömmlicher Radiatio. Erstmals wurde jetzt in Deutschland solch ein "CyberKnife®-System" an einer Universitätsklinik etabliert, wodurch eine wissenschaftliche Evaluierung ermöglicht wird.

Weiterentwicklung der Strahlentherapie zur Präzision

"Das ‚CyberKnife‘ ist nicht die Neuerfindung des Rades, sondern eine konsequente Weiterentwicklung der Strahlentherapie zu immer größerer Präzision", sagte einer der zwei Direktoren des neuen Zentrums, Professor Volker Budach von der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie der Charité bei der Eröffnungsfeier.

Das System kombiniert ein Bildführungssystem mit einem robotergeführten Linearbeschleuniger und ermöglicht so die präzise Applikation einer hohen Strahlendosis in chirurgisch schwer zugänglichen Körperregionen, ohne das umliegende gesunde Gewebe zu schädigen.

Da Patienten- und Tumorbewegungen in Echtzeit registriert und die Bestrahlung entsprechend angepasst wird, ist keine Anschraubung oder enge Fixierung mehr nötig, die Therapie ist schmerzfrei. Die Therapiedauer kann durch die einzeitige Applikation einer hohen Dosis verkürzt werden, die Patienten können direkt nach der ambulanten Therapie ihre Tagesaktivitäten wieder aufnehmen.

Bronchialkarzinome können in frühen Stadien "ausradiert" werden

Als mögliche Indikationen nannte Budach im Bereich der Neurochirurgie intrakranielle Läsionen wie Hirnmetastasen, Akustikusneurinome, Meningeome, Hypophysenadenome und Kraniopharyngeome, spinale und paraspinale Metastasen sowie primär spinale Tumore. Auch Patienten mit kranialen und spinalen arterio-venösen Malformationen können auf diese Weise behandelt werden.

Extrakranielle Anwendungen sind ebenfalls möglich. So können Bronchialkarzinome in frühen Stadien (I und II) mit der Methode nahezu "ausradiert" werden, sagte Budach. Erste Erfahrungen gibt es auch bei Lungen- und Lebermetastasen, lokalisiertem "low-risk"-Prostatakarzinom, Zervixkarzinom (Boost), HNO-Tumoren und beim inoperablen Pankreaskarzinom.

Auch der zweite Direktor Professor Peter Vajkoczy von der Klinik für Neurochirurgie an der Charité sieht in dem neuen System eine sinnvolle Ergänzung bei zahlreichen Tumorentitäten. Denkbar wären in der Zukunft darüber hinaus auch weitere Anwendungen, etwa bei Patienten mit chronischen Schmerzen oder mit Epilepsie.

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