Direkt zum Inhaltsbereich

Rote-Hand-Brief zu Avastin® verschickt

GRENZACH-WYHLEN (HL). Der Arzneimittelhersteller Roche Pharma hat nun auch die Ärzte und Apotheker in Deutschland darüber informiert, dass in Kanada nach der intravitrealen Anwendung von Avastin® (Bevacizumab) Nebenwirkungen beobachtet worden sind. Das Präparat ist nur zur Krebstherapie zugelassen, nicht jedoch zum Einsatz am Auge.

Veröffentlicht:

Vor dem Hintergrund, dass der Off Label Use von Avastin® unter Augenärzten in Deutschland weit verbreitet ist und bei Patienten Infektionen verursacht hat (die "Ärzte Zeitung" berichtete), haben die aktuellen Beobachtungen in Kanada eine Relevanz.

Danach wurde, wie das Unternehmen berichtet, am 26. November vergangenen Jahres auf Cluster von insgesamt 25 Spontanberichten an zwei klinischen Zentren in Kanada aufmerksam gemacht. Nach intravitrealen Anwendungen der Avastin®-Charge B3002B028 seien Augenirritationen, Photophobie, verschwommenes Sehen und Mouches volantes, verbunden mit leichten bis mittelschweren Reaktionen der vorderen und hinteren Augenkammer aufgetreten. In keinem Fall wurde eine Kultur-positive, infektiöse Endophthalmitis bestätigt.

Eine Überprüfung der Charge habe ergeben, so Roche, dass als Prüfparameter die für die zugelassene Anwendung des Präparates festgelegten Spezifikationen erfüllt gewesen seien. Es gebe keine Anhaltspunkte für ungewöhnliche Meldungen unerwünschter Ereignisse bei Krebspatienten.

Ausdrücklich weist das Unternehmen darauf hin, dass Avastin® nur onkologische Zulassungen hat und nur darauf untersucht worden ist. Avastin® enthalte keine Konservierungsmittel. Die sterile Durchstechflasche sei nur zur einmaligen Anwendung abgefüllt. Die Praxis des Aufteilens des Inhalts der Durchstechflasche auf mehrere Einzeldosen für die intraokulare Anwendung könne zur Kontamination des Produktes führen.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

AMD-Prävention

Altersabhängige Makuladegeneration: Leitlinie gibt Empfehlungen zum Screening

Aufklärung zu Risikogruppen essenziell

Netzhautablösung: Warnzeichen rechtzeitig erkennen

Das könnte Sie auch interessieren
Geldschein, teilweise bedeckt von Stethoskop

© photocrew / stock.adobe.com

Kostenstrukturanalyse

Privatanteil an den Einnahmen geht leicht zurück

Logo VasioCore

© InMediq

inmediQ

VasioCore: Patientenspezifischer Cardiovascular Twin

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Logo Cardisio

© Lilly

Lilly

Adipositassprechstunde systematisch umsetzen

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Vom Warnsignal zur RNAi-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

© Rasi / stock.adobe.com

Chronische Herzinsuffizienz

HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

© APOGEPHA Arzneimittel GmbH | Generated by AI

Überaktive Blase

Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APOGEPHA Arzneimittel GmbH, Dresden
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Early-onset-Diabetes

Jeder zweite junge Erwachsene erreicht Diabetesremission

Lesetipps
Hände hallten Tablette in linker Hand und Glas Wasser in rechter Hand

© IQ-Photography / Generated with AI / Stock.adobe.com

Medikamentöse Adipositastherapie

Faktenckeck orales Semaglutid: Was es kann und wo der Haken ist