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Kommentar

STIKO, nun komm' endlich in die Pötte!

Von Michael Hubert Veröffentlicht:

Es spricht doch alles für eine allgemeine Impfempfehlung gegen Rotaviren. Säuglinge und Kleinkinder profitieren davon: Die Zahl von Gastroenteritiden durch die Viren geht drastisch zurück. Das belegen nicht nur Zahlen aus den USA und Australien. So meldet etwa Sachsen einen Rückgang um 50 Prozent bei Säuglingen.

Zudem gibt es indirekte Effekte. Bei ungeimpften Zwei- bis Fünfjährigen sank in Sachsen die Erkrankungsrate durch Rotaviren um fast 20 Prozent. Ein Hinweis auf eine Herdenimmunität.

Aus den USA gab es solche Meldungen schon vor zwei Jahren. Dort wurde sogar ein ökonomischer Nutzen durch die Reduktion der Krankheitskosten konstatiert.

Was also hält die Impfkommission STIKO von der Impfempfehlung ab? Dass viele Kassen bereits die Impfung bezahlen, ist jedenfalls keine Ausrede. Denn erstens ist das freiwillig und zweitens erhöht eine Empfehlung die Impfakzeptanz.

Ist die STIKO etwa noch traumatisiert von den 13 selbsternannten Experten, die vor zwei Jahren die HPV-Impfung madig gemacht haben? Befreit euch von dem Trauma, denn neue Impfstoffe stehen vor der Tür - etwa gegen Gürtelrose - und da braucht es eine offensive STIKO, die "Ja" sagt zum Impfschutz!

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Hoher Impfschutz schon durch ersten Schluck

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