Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Schilddrüse: Prävention, die zieht

Von Angela Speth Veröffentlicht:

In puncto Schilddrüse haben Präventionsmediziner offenbar leichtes Spiel. So brauchten die Veranstalter der Schilddrüsenwoche die Werbetrommel nur leise zu rühren, schon strömten die Interessenten. 4000 Ärzte beteiligen sich an der Kampagne, die Materialien gingen vorab ruckzuck weg wie warme Semmeln. Anzunehmen, dass die Patienten gefolgt sind.

Zu dieser Popularität passen die vorsichtigen Erfolge, die es jetzt nach Ultraschalluntersuchungen bei rund 700 Mitarbeitern eines Unternehmens zu vermelden gibt: Lag bei einer Parallelaktion vor sechs Jahren die Rate von Schilddrüsenveränderungen bei 33 Prozent, sind es in diesem April nur noch 25 Prozent. Das decke sich auch mit den klinischen Erfahrungen, sagt Professor Frank Grünwald von der Uniklinik für Nuklearmedizin in Frankfurt, der die betriebliche Vorsorge betreut hat.

Diesen Fortschritt kann man ruhig der Aufklärung zugute halten, wie sie die Initiative Papillon und der Arbeitskreis Jodmangel leisten: Ärzte achten verstärkt auf die Schilddrüse, Bürger essen häufiger Fisch, Bauern sorgen für jodhaltige Milch, Bäcker würzen mit Jodsalz. Resultat: Das Joddefizit geht zurück. Wissen ist wirklich ein Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.

Lesen Sie dazu auch: Abklärung durch Palpation ist recht zuverlässig

Mehr zum Thema

Daten aus Deutschland

Übertherapie mit Schilddrüsenhormon L-Thyroxin hält an

Systematische Ursachensuche

Therapierefraktäre Hypothyreose: Was steckt dahinter?

Prävalenz-Vergleich der Kreise

Auffällig hoher Anteil an multimorbiden Menschen in Ostdeutschland

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Primär Biliäre Cholangitis: therapeutisches Potenzial der PPAR-Aktivierung

© Kateryna_Kon / stock.adobe.com

PPAR-Isoform-Selektivität: wissenschaftliche Grundlagen und klinische Relevanz

Primär Biliäre Cholangitis: therapeutisches Potenzial der PPAR-Aktivierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Planegg-Martinsried

Vitamin-B12-Mangel

Frühzeitig erkennen, gezielt therapieren

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Wörwag Pharma GmbH & Co. KG, Böblingen
ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

© CLIPAREA.com / stock.adobe.com

Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie

ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Therapie mit Glukokortikoiden

Was beim Absetzen von Steroiden zu beachten ist

Lesetipps
Ein Mann muss aufstoßen und hält sich die Hand vor den Mund.

© Andrey Popov / stock.adobe.com

Vier Ursachen im Überblick

Häufiges Aufstoßen: Woher es kommen kann und wie therapiert wird

Eine ältere Frau schaut traurig aus dem Fenster

© terovesalainen / stock.adobe.com

Empfehlungen für die Therapie

So holen Sie Ihre Patienten aus der Post-Stroke-Depression