Direkt zum Inhaltsbereich

Schlafmangel plagt RLS-Patienten besonders

REGENSBURG (sto). Patienten mit einem Restless-Legs-Syndrom (RLS) suchen den Arzt in der Regel nicht wegen der unruhigen Beine, sondern wegen Schlafstörungen auf. Mit Ropinirol läßt sich nicht nur die Unruhe in den Beinen, sondern auch die Schlafqualität verbessern.

Veröffentlicht:

Eine internationale Arbeitsgruppe hat vier Minimalkriterien bestimmt, die für ein RLS charakteristisch sind. Das hat der Schlafmediziner Privatdozent Ingo Fietze von der Charité Berlin beim Schlafmedizin-Kongreß in Regensburg berichtet. Dazu gehört der Drang, die Beine zu bewegen. Das wird in der Regel durch Mißempfindungen in den Beinen verursacht oder begleitet.

Ferner verschlechtern sich die Beschwerden in Ruhe oder bei Inaktivität. Ein weiteres Kriterium ist, daß der Bewegungsdrang oder die Mißempfindungen durch Gehen oder Strecken teilweise oder ganz verschwinden. Typisch ist außerdem, daß die Symptome vorwiegend abends und nachts auftreten. Diese Merkmale zählte Fietze bei einem Symposium von GlaxoSmithKline auf.

Seit April 2006 ist der Dopamin-Agonist Ropinirol (Adartrel®) zur symptomatischen Therapie bei mittelschwerem bis schwerem idiopathischem RLS zugelassen. Die Wirksamkeit wurde in sieben Zulassungsstudien mit einer Laufzeit von 36 bis 52 Wochen bei mehr als 1000 Patienten geprüft, sagte Privatdozentin Juliane Winkelmann aus München.

Ropinirol verringerte signifikant die Beinbewegungen im Wachen und im Schlaf, so Winkelmann. Durch die Behandlung habe sich außerdem die Schlafqualität der Patienten deutlich gebessert. Schlafstörungen und Tagesmüdigkeit nahmen ab. Als häufigste unerwünschte Wirkung kam Übelkeit vor, die meist zu Beginn der Therapie auftrat und reversibel war, sagte die Kollegin.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Demenz-Forschung

Alzheimer: Anti-Tau-Therapie verfehlt klinischen Endpunkt

Längsschnittliche Kohortenstudie

Ist zu wenig Social Media auch nicht gut für Kinder und Jugendliche?

Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

© Springer Medizin Verlag

Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: medac GmbH, Wedel
Abb. 1: Diagnostik bei Harnsteinen: Prozedere bei Hochrisiko-Gruppe

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5, 11]

Hoher Medical Need

Urolithiasis: Metaphylaxe kann hohe Rezidivrate deutlich senken

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Aristo Pharma GmbH, Berlin
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Früherkennung von Bluthochdruck

Hypertonie: Wenn die Smartwatch in falsche Sicherheit wiegt

Praxisinventar

So lassen sich Praxen ihre Therapieliege fördern

Lesetipps
Eine ältere Person hält drei Blisterstreifen mit Tabletten zwischen beiden Händen.

© wernerimages / stock.adobe.com

GeriPAIN-Leitlinie

Welche Schmerztherapien eignen sich für geriatrische Patienten?