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Reflux-Krankheit

Schrittmacher im Ösophagus lindert GERD

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WIESBADEN. Durch elektrische Stimulation des unteren Ösophagussphinkters kann bei gastroösophagealem Reflux der Sphinkterdruck verbessert werden, ohne dass damit die transienten Relaxationen beeinträchtigt werden.

Darauf hat Professor Stephan Miehlke vom Facharztzentrum Eppendorf in Hamburg beim Gastro Update 2014 in Wiesbaden hingewiesen.

In einer Pilotstudie mit 24 GERD-Patienten mit täglicher Einnahme von Protonenpumpenhemmern (PPI) (Surg Endosc. 2013; 27: 1083-92) habe dieser Therapieansatz zu signifikanter Besserung der Lebensqualität, der Ergebnisse der Ösophagus-pH-Metrie und des Endoskopie-Befundes geführt, so Miehlke.

Dazu waren den Patienten laparoskopisch zwei bipolare Stichelektroden in den unteren Ösophagussphinkter eingebracht und war ein titan-ummantelter Pulsgenerator subkutan implantiert worden.

Die Zahl und der Zeitpunkt der Applikationen wurden individuell an das Refluxprofil jedes einzelnen Patienten angepasst. Nach drei Monaten hätten 56 Prozent der Patienten eine Verbesserung der Ösophagitis um mindestens 1 Grad (Los-Angeles-Klassifikation) gehabt.

Und nach sechs Monaten seien 91 Prozent der Patienten ohne PPI gewesen, in einer späteren Publikation der 12-Monats-Daten (Endoscopy 2013; 45: 595-604) 96 Prozent.

Unerwartete implantations- oder stimulationsbedingte Nebenwirkungen sowie auch Dysphagien seien nicht beobachtet worden, so Miehlke.Wünschenswert wäre jetzt eine schein-kontrollierte Studie, um die bisherigen positiven Ergebnisse zu bestätigen. (mal)

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