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Schützt Sartan vor diabetischer Retinopathie?

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Für Diabetiker ein Muss: die regelmäßige Augenuntersuchung.

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© Foto: Klaro

BOCHUM (ob) Der günstige Einfluss einer Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems (RAS) auf die diabetische Nierenschädigung ist gut dokumentiert. Über die Wirkung einer RAS-Blockade auf die diabetische Retinopathie ist dagegen nur wenig bekannt. Eine große Studie mit Candesartan soll diese Wissenslücke jetzt schließen.

Die diabetische Retinopathie ist die häufigste Ursache für eine Erblindung von erwerbstätigen Erwachsenen in westlichen Industrieländern. In großen Diabetiker-Studien wie UKPDS konnte gezeigt werden, dass eine strikte Glykämie- und Blutdruckkontrolle Entstehung und Fortschreiten der Netzhaut-Schädigung günstig beeinflussen.

Substanzen mit RAS-hemmender Wirkung wie AT1-Rezeptorblocker haben in Studien bei Diabetikern ausgeprägte renoprotektive Effekte gezeigt. Die Mikroalbuminurie ist inzwischen ein anerkannter Risikomarker sowohl für die diabetische Nephropathie als auch für eine erhöhte kardiovaskuläre Mortalität, erinnerte Privatdozent Friedhelm Späh aus Krefeld. Unklar ist bislang, ob auch die Retinopathie als Diabetes-Komplikation durch einen RAS-hemmenden Wirkstoff beeinflussbar ist. Diese Frage soll nun durch das DIRECT-Studienprogramm beantwortet werden, berichtete Späh bei einer von Takeda unterstützten Veranstaltung. An diesem klinischen Forschungsprojekt nehmen insgesamt 5 231 Typ-1- und Typ-2-Diabetiker teil.

Geprüft wird, ob Candesartan die Inzidenz der diabetischen Retinopathie verringern (Primärprävention) oder deren Progression verzögern (Sekundärprävention) kann. In einer Teilstudie bei 1421 Typ-1-Diabetikern ohne Retinopathie geht es um den möglichen Nutzen in der Primärprävention. An zwei weiteren Teilstudien sind jeweils 1905 Typ-1- und Typ-2-Diabetiker beteiligt, die alle eine nichtproliferative Retinopathie aufweisen. Hier geht es um die Frage, ob Candesartan die Krankheitsprogression verlangsamen oder stoppen kann. In der Gesamtpopulation der Studie wird zudem die Wirkung auf die Mikroalbuminurie als sekundärer Endpunkt untersucht. Mit ersten Ergebnissen, so Späh, sei voraussichtlich 2008 zu rechnen.

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