Schützt die Spirale Frauen vor Zervix-Karzinom?

NEU-ISENBURG (ikr). Frauen, die zur Schwangerschaftsverhütung eine Spirale tragen, haben nicht nur ein geringeres Risiko für ein Endometrium-Karzinom, sondern sind offenbar auch deutlich besser vor Zervixkrebs geschützt als andere Frauen.

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Frauen, die sich eine Spirale einsetzen lassen, haben offenbar ein geringeres Risiko an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken.

Frauen, die sich eine Spirale einsetzen lassen, haben offenbar ein geringeres Risiko an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken.

© klaro

Ein internationales Forscherteam hat die Daten von 2205 Frauen mit Zervixkarzinom und 2214 gesunde Frauen aus einer Kontrollgruppe von Fall-Kontrollstudien analysiert (Lancet 2011; online 13. September).

Zusätzlich einbezogen in die Untersuchung wurden 15.272 gesunde Frauen aus Studien zu humanen Papillomviren (HPV). Alle Frauen wurden zur Anwendung von Intrauterinpessaren (IUP) befragt. Und es wurde mit PCR nach HPV-DNA gefahndet.

Die Ergebnisse: In der Gruppe der Frauen, die irgendwann einmal in ihrem Leben eine Spirale getragen hatten, war die Rate der Zervixkarzinome um 55 Prozent geringer als in der Vergleichsgruppe ohne IUP.

Berücksichtigt waren dabei auch andere Faktoren wie der HPV-DNA-Status oder das Ergebnis der Krebsvorsorge mit dem Zervixabstrich. HPV-positive Frauen bot das Tragen der Spirale keinen nennenswerten Vorteil.

Die Wissenschaftler vermuten, dass die Spirale eine protektive Bedeutung bei der zervikalen Karzinogenese hat. Ein Wirkmechanismus, der zum Schutz der Zervix beiträgt, könnte nach Einschätzung der Forscher zum Beispiel darin bestehen, dass die Spirale die zelluläre Immunität triggert.

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