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Schwarzer Tee - wohl ein gutes Getränk für Gestreßte

LONDON (mut). Was mancher Tee-Trinker schon ahnte, hat jetzt eine Placebo-kontrollierte Studie bestätigt: Mit der einen oder anderen Tasse Schwarztee läßt sich Streß besser bewältigen.

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In der Studie haben Forscher um Dr. Andrew Steptoe aus London geprüft, wie sich Teekonsum auf Herzfrequenz, Blutdruck und Kortisolspiegel in Streßsituationen auswirkt. Dafür sollten die 75 Teilnehmer zunächst vier Wochen lang statt der gewohnten Tasse Tee oder Kaffee ein Getränk aus einem koffeinhaltigen, fruchtig schmeckenden Pulver trinken.

Anschließend erhielten sie für sechs Wochen weiterhin dieses Pulver (Placebo) oder ein gleichschmeckendes Pulver mit Tee-Extrakt. Eine Tasse mit dem Tee-haltigen Pulver enthielt etwa die Inhaltsstoffe einer Tasse Schwarztee. Vier solcher Tassen sollten die Teilnehmer pro Tag trinken (Psychopharmacology online).

Die Testpersonen mußten schließlich an Rollenspielen teilnehmen, in denen sie ihren Arbeitsplatz zu verlieren drohten oder wegen Ladendiebstahls beschuldigt wurden. Dabei stiegen Blutdruck und die Herzfrequenz mit Verum und Placebo ähnlich stark während der Streßsituation und fielen danach auch ähnlich rasch ab.

Unterschiede gab es jedoch beim Kortisol-Spiegel: Bei den Tee-Trinkern stieg der Spiegel des Streßhormons beim Rollenspiel zwar ähnlich stark an, 50 Minuten danach war er jedoch stärker gefallen, und zwar von 10 auf 5 nmol/l. Mit Placebo fiel er nur von 10 auf 7 nmol/l - der Unterschied war signifikant. Die Tee-Trinker fühlten sich bei einer Befragung kurz nach der Streßsituation zudem deutlich entspannter als die Teilnehmer mit Placebo.

Die Autoren schließen aus der Studie, daß Schwarztee helfen kann, sich von Streßsituationen schneller zu erholen.

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