Schweinegrippe: auch gegen Pneumokokken impfen!

ATLANTA (hub). Ein Drittel der Schweinegrippetoten in den USA hatte bakterielle Co-Infektionen. Zur Prophylaxe wird daher auch die Impfung gegen Pneumokokken empfohlen.

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Von 77 durch das pandemische H1N1-Virus gestorbenen US-Amerikanern haben die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) Lungengewebe untersucht (MMWR 58, 2009, 1). Bei 22 Verstorbenen wurden Co-Infektionen mit Bakterien gefunden, davon bei 10 Patienten auch mit Pneumokokken. Die CDC weisen auf frühere Untersuchungen von Schweinegrippe-Toten hin, in denen keine bakteriellen Co-Infektionen nachgewiesen wurden. Als möglichen Grund führen die CDC unterschiedliche Nachweismethoden an. So wenden die CDC hochsensitive Methoden wie Immunhistochemie oder PCR an. Reine Blutuntersuchungen weisen bakterielle Co-Infektion schlecht nach, etwa bei einer Co-Infektion mit Pneumokokken nur bei weniger als jedem Zehnten.

"Unsere Ergebnisse bestätigen das Auftreten bakterieller Lungeninfektionen bei Erkrankungen durch H1N1", so die CDC. Bei Patienten mit Influenza sei es daher wichtig, auch auf eine bakterielle Pneumonie zu achten und wenn nötig eine Antibiose zu beginnen. Die CDC betonen zudem noch einmal die Bedeutung der Grippe- und der Pneumokokken-Impfung für Risikopatienten.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Pneumo-Impfung nicht vergessen!

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