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Seltener vorm Bildschirm - da purzeln Pfunde

BUFFALO (run). Reglementiert man bei dicken Kindern Fernseh- und Computerzeiten, purzeln die Pfunde. Damit die Eltern nicht den unliebsamen Job des Aufpassers machen müssen, haben US-Forscher in ihrer Studie einen elektronischen Wächter genutzt.

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Über das Gerät mit der Bezeichnung TV Allowance wurde eine maximale Zeit am Fernsehen oder PC pro Woche festgelegt. Jeder Nutzer gab zum Einschalten einen persönlichen Code an. Wurde die vorgegebene Zeit überschritten, schaltete der elektronische Wächter einfach aus. Zwei Jahre lang haben die Wissenschaftler aus Buffalo den Effekt dieser Maßnahme bei übergewichtigen Kindern beobachtet (Arch Pediatr Adolesc Med 2008, 162, 239).

Ergebnis: Die Kinder verringerten ihre Fernsehzeit im Mittel um etwa 18 Stunden pro Woche. Zu Studienbeginn verbrachten sie noch im Mittel 24 Stunden pro Woche vor Fernsehen oder Computer. BMI und durchschnittliche Kalorienaufnahme waren ebenfalls stärker gesunken als bei einer Kindergruppe ohne Restriktion. So war der alters- und geschlechtsadaptierte BMI in der Interventionsgruppe nach zwei Jahren im Mittel um 16 Prozent geringer als zu Beginn, bei den anderen Kindern nur um knapp 8 Prozent. Statistisch signifikant war der BMI-Unterschied zwischen den Gruppen vor allem nach sechs und zwölf Monaten - das war besonders auffällig bei Familien mit geringem sozioökonomischem Status. Bei der körperlichen Aktivität gab es hingegen keinen deutlichen Unterschied.

An der Studie hatten insgesamt 70 Kinder von vier bis sieben Jahren teilgenommen. Ihr BMI lag über der 75. Perzentile, sie gehörten also zu den 25 Prozent der dicksten Kinder ihres Alters. Bei acht Prozent der teilnehmenden Kinder lag der BMI sogar über der 85. Perzentile.

STICHWORT

Kindersicherung

Kinder verlieren vor dem Computer jedes Zeitgefühl. Um sie vom Bildschirm loszueisen, können Eltern auch eine TÜV-geprüfte Software für etwa 30 Euro aus dem Internet herunterladen und auf dem PC installieren. Ist das Zeitkontingent aufgebraucht, fährt er automatisch herunter - Widerworte erübrigen sich. Die Eltern können genaue Uhrzeiten festlegen oder eine Stundenzahl, die nicht auf einen bestimmten Tagesabschnitt begrenzt ist. Oder sie geben ein Budget pro Tag, pro Woche oder pro Monat vor. Ein längerer Zeitraum ist günstig, weil die Kinder sich ihr Pensum selbst einteilen können und sich weniger gegängelt fühlen. Gute Programme ermöglichen es zudem, Webfilter zu setzen, die etwa Gewalt- oder Sexseiten sperren, oder umgekehrt eine Liste mit freien Seiten vorzugeben. Eine Auswahl ist über Google mit dem Stichwort "Kindersicherung" erhältlich. (ars)

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