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Katheterablation bei Vorhofflimmern

Sichere Therapie für alte und junge Patienten

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BERLIN. Die Katheterablation ist eine sichere und etablierte Therapie für die Rhythmuskontrolle bei Vorhofflimmern. Diese gelte für ältere Patienten ebenso wie für jüngere, so die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in einer Mitteilung.

In Zentren mit viel Erfahrung mit dieser Prozedur seien Komplikationen sehr selten. Das zeigten aktuelle Studien, die bei den DGK Herztagen präsentiert wurden.

Im Cardioangologischen Centrum Bethanien, Frankfurt, wurden die Daten aller 3554 Ablationen bei Vorhofflimmern analysiert, die zwischen Mai 2010 und Juni 2016 durchgeführt wurden. Die Ablationen wurden entweder mittels Hochfrequenzstrom oder mit der Ballonkatheter-Technologie des Kryoballon durchgeführt.

"In beiden Ablationsgruppen wurden in unserem ‚high-volume‘-Zentrum nur wenige Komplikationen beobachtet", wird Studienautorin Dr. Laura Perrotta zitiert. Die periprozedurale Schlaganfall-Rate sei insgesamt sehr gering gewesen und lag bei 0,17 Prozent, wobei in der Kryoballon-Gruppe kein Fall vorgekommen sei.

Nach 48 Stunden wiesen alle Patienten mit periprozeduralem Schlaganfall kein anhaltendes neurologisches Defizit zum Entlassungszeitpunkt auf.

Kaum Langzeitdaten bei Jüngeren

"Die Mehrzahl der wissenschaftlichen Arbeit zur interventionellen Behandlung von Vorhofflimmern beschäftigt sich mit Patienten zwischen 50 und 70 Jahren, während zur Therapie jüngerer Patienten kaum Landzeitdaten vorliegen", berichtete Dr. Tilman Maurer von der Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg.

Maurer weiter: "Gerade die Behandlung dieser Patientengruppe stellt jedoch eine besondere Herausforderung dar, zumal die Option einer medikamentösen antiarrhythmischen Therapie für die Betroffenen die lebenslange Einnahme im Langzeitverlauf oft nebenwirkungsreicher Medikamenten bedeutet."

In der Studie der Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg wurden Langzeitergebnisse der Katheterablation von Vorhofflimmern bei 85 Patienten unter 35 Jahren analysiert, die zwischen 2004 und 2015 an der Klinik behandelt wurden.

84 Prozent aller Patienten waren nach einer durchschnittlichen Nachbeobachtungsperiode von 4,6 Jahren frei von Vorhofflimmern oder anderen atrialen Tachykardien. Zu Komplikationen kam es bei 4,9 Prozent der Prozeduren.

Die Katheterablation von symptomatischem Vorhofflimmern bei jungen Erwachsenen in einem erfahrenen Zentrum sei damit eine erfolgversprechende Therapieoption, die bei guter Patientenselektion der Mehrzahl der Patienten eine langjährige antiarrhythmische Therapie erspare, die Symptome signifikant verbessere und mit einem akzeptablen Risiko behaftet sei, heißt es in der Mitteilung. (eb)

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