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Sind Ärzte besonders suchtgefährdet?

BERLIN (mut). Etwa jeder fünfte Medizinstudent und junge Arzt hat Alkohol- und Drogenprobleme. Eine neue Studie legt nahe, dass Ärzte besonders suchtgefährdet sind.

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So hatten in einer aktuellen Umfrage an mehreren deutschen Unis 20 Prozent der Medizinstudenten angegeben, mindestens einmal pro Jahr einen "Filmriss" durch Alkohol zu haben. 15 Prozent der Medizinstudenten konsumieren regelmäßig Cannabis - im Schnitt etwa 3,5 g pro Woche. Darauf hat Professor Frank-Gerald Pajonk aus Liebenburg beim DGPPN-Kongress in Berlin hingewiesen.

Vergleichsdaten mit anderen Studentengruppen wurden nicht vorgestellt. Eine vergleichbare Umfrage bei praktizierenden Ärzten sei nicht möglich gewesen. Die Ärzte hatten trotz anonymer Angaben Angst gehabt, dass die Befragungergebnisse zu einer betriebsmedizinischen Untersuchung führen. Nach Schätzungen haben jedoch 7 bis 8 Prozent der Ärzte Drogenprobleme - der Anteil wäre damit doppelt so hoch wie in der übrigen Bevölkerung.

Genaue Daten liegen jetzt von 418 jungen Ärzten in Hamburg vor, die zum Zeitpunkt der Umfrage ein AiP absolvierten. Etwa 19 Prozent der Männer und 9 Prozent der Frauen gaben an, sehr häufig Alkohol zu konsumieren, etwa 5 Prozent konsumierten regelmäßig Cannabis, 1 Prozent sogar täglich.

Etwa 2 Prozent der befragten AiP'ler konsumierten mindestens ein- bis zweimal pro Monat auch Kokain oder Crack, hat Dr. Götz Mundle von der Oberbergklinik Hornberg berichtet.

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