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Sorgen um Ressourcen für die HIV-Therapie

KAPSTADT (Rö). Die weltweite Rezession darf kein Grund sein, dass der Zugang zu antiretroviraler Therapie in Ländern mit geringem Einkommen wieder zurückgenommen wird. Das hat Professor Julio Montaner bei der Eröffnung des internationalen Aids-Kongresses in Kapstadt betont.

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Der Zugang zu antiretroviralen Medikamenten habe in den vergangenen Jahren in Entwicklungsländern erfreulich zugenommen, sagte Montaner, der Vorsitzender der International Aids Society ist. Würden die Therapiemöglichkeiten jetzt wieder beschnitten, wäre das nicht nur für Morbidität und Lebenserwartung HIV-Infizierter in Ländern mit geringem Einkommen ein schwerer Rückschlag. Es wäre auch verhängnisvoll für die Beherrschung der Ausbreitung des HI-Virus. "Denn wir wissen heute, dass eine effektive Unterdrückung der Virusreplikation die Infektiosität der Menschen entscheidend vermindert", sagte der Wissenschaftler und Aids-Spezialist an der Universität in Vancouver in Kanada.

"In Südafrika und in anderen benachbarten Ländern machen wir uns Sorgen", sagte der Ko-Chairman des Kongresses, Dr. Hoosen Coovadia vom Doris Duke Medical Research Institute of KwaZulu-Natal in Durban. Denn der US-finanzierte President's Emergency Plan for Aids Relief (PEPFAR) hatte bewirkt, dass mehr als zwei Millionen Menschen mit HIV südlich der Sahara eine antiretrovirale Therapie erhalten hatten. Das müsse weiter gesichert sein.

Die französische Medizin-Nobel-Preisträgerin Professor Françoise Barré-Sinoussi vom Institut Pasteur in Paris betont, wie wichtig es sei, mit der strikten Unterdrückung der Virusreplikation weiter zu machen, bis es eines Tages gelinge, das Virus vollständig aus den latenten Reservoirs im Körper HIV-Infizierter zu entfernen. Die Chancen dafür sieht sie durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse der vergangenen Jahre bedeutend verbessert.

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