Direkt zum Inhaltsbereich

CDU

Spahn für Impfpflicht in Kitas, Kindergärten und Schulen

Veröffentlicht:

BERLIN. "Grundsätzlich sollten nur geimpfte Kinder Kitas, Kindergärten oder Schulen besuchen dürfen", sagte CDU-Gesundheits-Experte Jens Spahn der "Bild Zeitung": "Es kann nicht sein, dass die weltweite Ausrottung der Masern an gut situierten, aber schlecht informierten Impfgegnern in Ländern wie Deutschland scheitert."

Vergangene Woche hatte Gesundheitsminister Daniel Bahr eine Impfpflicht gegen Masern ins Gespräch gebracht. (eb)

Mehr zum Thema

Robert Koch-Institut

STIKO lockert Impfempfehlungen gegen COVID-19

Das könnte Sie auch interessieren
Grippeimpfung bei Diabetes: Risiko für Folgen senken

© AzmanJaka | Getty Images

Impflücken bei Chronikern

Grippeimpfung bei Diabetes: Risiko für Folgen senken

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Die vergessene Reiseimpfung

© Milo Zanecchia | Getty Images

Impfen in der Praxis

Die vergessene Reiseimpfung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Hohe Verantwortung, moderate Impfquote

© FatCamera | Getty Images (Symbolbild mit Fotomodellen)

Impfstatus Klinikpersonal

Hohe Verantwortung, moderate Impfquote

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Kommentare
Dr. Thomas Georg Schätzler 09.07.201311:03 Uhr

BILD als Impfakademie?

Jetzt hat nach FDP-Gesundheitsminister Daniel Bahr auch noch Jens Spahn, MdB und gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktionen, als ausgewiesener "Impfexperte" den Weg in die BILD-Zeitungsredaktion gesucht und gefunden. Mit großer Einmütigkeit werden "gut situierte, aber schlecht informierte Impfgegner" identifiziert und gebrandmarkt.

Aber Halt! Stopp! Sind gut situierte, aber i. d. R. schlecht Informierte nicht genau die Klientel, die der maroden FDP - und auch der CDU/CSU - bei der nächsten Bundestagswahl den "A...." retten sollen? Sind erklärte Impfmuffel nicht vergleichbar mit denen, die "Freie Fahrt für freie Bürger" fordern? Oder einen "freiheitlichen Turbokapitalismus" ohne lästige Fesseln durch Unternehmens-Steuern und Bankenaufsicht verlangen? Bzw. Feiern bis zum Umfallen, unlimitierten Alkoholgenuss propagieren oder Rauchen, bis der Arzt kommt? Oder vielleicht nach dem Motto leben: Legal, illegal, egal, IKEA-Regal?

Einerseits impfen wir in Deutschland wie die Weltmeister, erreichen aber gerade die n i c h t, die die größten Impflücken haben. Im Gegensatz zum präventiv erfolgreicheren Schweden, wo die Grundimmunisierung bis zum 12. Lebensmonat (LM) mit nur d r e i Impfungen abgeschlossen ist, und die e r s t e MMR-Impfung im 18. LM erfolgt, müssen wir in Deutschland v i e r Grundimmunisierungen bis zum 14. LM anwenden. Wegen der in Deutschland epidemiologischen Maserngefährdung wird die erste MMR im G e g e n s a t z zu Schweden bereits im 11.-14. LM und die zweite MMR im 15.-23. LM durchgeführt. Schwedische Kinder erhalten ihre zweite MMR erst im 6.-8. Lebensjahr (LJ). Unsere weiteren Auffrischungsimpfungen im 5.-6. LJ und 9.-17. LJ sind mit denen in Schweden vergleichbar.

Das insgesamt mit deutlich w e n i g e r empfohlenen Impfungen durchstrukturierte "Nationale Schwedische Impfprogramm" wird übrigens mit wiederholten serologischen Studien ("repeated serological cross-sectional studies") vom "SMITTSKYDDSINSTITUTET" (Smi) evaluiert, so dass mögliche Serokonversionslücken detektiert werden, bevor die deutsche BILD-Zeitung davon Wind bekommt.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund



Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Typische Körperumrisse bei Achondroplasie

© BioMarin

Achondroplasie

Gezielte Therapie: erste Lebensjahre sind entscheidend

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioMarin Deutschland GmbH, Frankfurt am Main
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kollegin gibt Tipps

So gelingt eine gute Arzt-Patienten-Beziehung

Lesetipps
Ein roter Stift liegt auf einem Blatt mit Zahlen.

© Wolfilser / stock.adobe.com

Änderungen im Überblick

So wirkt sich das GKV-Spargesetz auf Praxen aus

Ärztin untersucht einen Mann an der Schulter

© New Africa / stock.adobe.com

Betäubungsmittel richtig verordnen

Opioide in der Urlaubsvertretung: Wie sich Missbrauch vorbeugen lässt

Ein abgestorbenes Lungengewebe, aus dem zarte Pflänzchen wachsen.

© ❤ Nancyvoz68❤ / stock.adobe.com / Generated with AI

Lithiumtherapie aktiviert WNT-Signalweg

Regeneration der COPD-Lunge: Was ist da möglich?