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Spender sind beim Thema Aids großzügig

BERLIN (HL). Fast 50 Millionen Euro hat das Bundesgesundheitsministerium in den Jahren 2005 und 2006 von privaten Sponsoren erhalten. Der überwiegende Teil des Geldes floss in Aufklärungsaktionen gegen HIV und Aids, ein weiterer Teil in Anti-Raucher-Kampagnen. Hauptsponsoren sind die Zigarettenindustrie sowie die Werbewirtschaft.

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Wie aus dem jetzt veröffentlichten Sponsoring-Bericht des Bundesinnenministeriums (BMI) hervorgeht, flossen allen Bundesministerien in den Jahren 2005 und 2006 insgesamt 80,3 Millionen Euro an Privatspenden zu. In den beiden Jahren zuvor waren es lediglich 55 Millionen Euro gewesen.

Der Hauptteil ging an das Bundesgesundheitsministerium und die ihm unterstehenden Behörden: 49,7 Millionen Euro. Am freigebigsten ist dabei der Fachverband Außenwerbung: Der Gegenwert der von ihm kostenlos bereit gestellten Plakatflächen beläuft sich auf 29,4 Millionen Euro. Plakatiert wurde für die Welt-Aids-Tage 2005 und 2006 sowie allgemein für die Aids-Prävention.

Für den gleichen Zweck stellten 54 regionale Hörfunksender Sendezeiten im Wert von acht Millionen Euro zur Verfügung. Mit weiteren 1,5 Millionen Euro beteiligten sich private Fernsehsender an der Aids-Aufklärung. Mit einer Geldleistung von fünf Millionen Euro beteiligte sich der Verband der privaten Krankenversicherung. Insgesamt erhielt das Bundesgesundheitsministerium 36,4 Millionen Euro an kostenlosen Leistungen und Spenden allein für Anti-Aids-Kampagnen.

Vergleichsweise bescheiden nimmt sich dagegen die Aufklärung über das ungleich größere Gesundheitsrisiko Rauchen aus: Hierfür stellte der Verband der Zigarettenindustrie zusammen mit den Herstellern 5,1 Millionen Euro als Geldleistung zur Verfügung.

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