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Spezielle Roboter erleichtern Reha nach Schlaganfall

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Im computergesteuerten Reha-Gerät Lokomat lernen Patienten wieder gehen.

Im computergesteuerten Reha-Gerät Lokomat lernen Patienten wieder gehen.

© : Hocoma AG

MANNHEIM (mut). Manche Reha-Geräte erinnern an Maschinen aus Science-Fiction-Filmen: Ein Mensch steckt in einem großen Roboter und steuert mit seinen Arm- und Beinbewegungen präzise die Metallextremitäten der Maschine. Sind es in Filmen meist Kampfroboter, so verbessern maschinelle Exoskelette in der Reha vor allem die Motorik von Schlaganfall-Patienten. Entwickelt werden spezielle Geräte, die Arm- und Beinbewegungen entweder passiv nachvollziehen oder minimale Bewegungen paretischer Extremitäten verstärken und so deren Funktion verbessern sollen.

Als Beispiel nannte Professor Robert Riener von der ETH Zürich den Lokomat. Hier stützt ein Bein-Exoskelett die Bewegung der Patienten auf einem Laufband. Zugleich erhalten sie Feedback über einen Monitor. So können sie sich in einer computeranimierten Landschaft bewegen und müssen dort etwa Hindernissen ausweichen. Ein ähnliches System mit sieben Freiheitsgraden wurde für die Armbewegung entwickelt.

Mit solchen und ähnlichen Systemen ließen sich in Studien etwa die Werte beim Fugl-Meyer-Test im Vergleich zur üblichen Reha um vier Punkte verbessern, was Experten durchaus für klinisch relevant halten. Der Test erfasst den sensomotorischen Erfolg von Reha-Maßnahmen.

Es muss jedoch nicht gleich ein Roboter sein. Für deutlich weniger Geld können Patienten mit einer einfachen Spielekonsole ihre sensomotorischen Fähigkeiten zuhause trainieren - allerdings ist hier der Nutzen bislang nicht evaluiert. Wichtig ist jedoch, dass die Patienten überhaupt trainieren, und das klappt mit Computerspielen und Robotern offenbar ganz gut, weil die Patienten damit einfach viel Spaß haben.

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