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Unerfüllter Kinderwunsch

Sport statt IVF?

Veröffentlicht:

BERLIN. Einer australischen Studie zufolge verbessert Sport die Chancen einer Frau, schwanger zu werden (Human Reproduction Update; online 22. Juni). Dabei ist es unerheblich, welche Sportart ausgeübt wird.

Dr. Gabriela Mena von der University of Queensland School of Human Movement and Nutrition Sciences analysierte Studiendaten zu Fertilität und körperlicher Aktivität aus den letzten 20 Jahren, teilt das Institut Ranke-Heinemann mit. „Wenn körperliche Aktivität mit Standard-Fertilitätsbehandlungen wie IVF oder Ovulationsinduktion verglichen wurde, war kein Unterschied bei der Schwangerschaftsrate und der Geburtenrate zwischen Frauen, die Sport treiben, und denen, die Fertilitätsbehandlungen durchführen, feststellbar“, wird Mena in der Mitteilung des Instituts zitiert.

„Wir haben auch höhere Schwangerschafts- und Geburtenraten bei Frauen festgestellt, die körperlich aktiv waren, als bei Frauen, die sich nicht bewegen oder sich keiner Fruchtbarkeitsbehandlung unterziehen.“ Es wurde jedoch keine bestimmte Sportart identifiziert, die besser wirkte als jede andere: Es gab verschiedene Arten von körperlicher Aktivität in den untersuchten Studien, wie zum Beispiel Aerobic-Training allein oder in Verbindung mit Krafttraining, aber auch moderate Erhöhungen der körperlichen Aktivität wie zum Beispiel die Erhöhung der Schrittanzahl schienen die reproduktive Gesundheit zu verbessern.

Mena: „Wir glauben, dass eine Kombination aus Aerobic- und Widerstandstraining gut für die Verbesserung der reproduktiven Gesundheit ist, aber es ist schwierig, in diesem Stadium eine bestimmte Art von Bewegung zu empfehlen.“

Es bestehe immer noch Bedarf an weiteren Studien, die sich auf die körperliche Aktivität bei Frauen konzentrieren, die Probleme mit der Fruchtbarkeit haben, so Mena. Weitere Studien, die unterschiedliche Formen der Bewegung, ihre Intensität und ihre Dauer untersuchen, seien erforderlich, um die optimale „Dosis“ von körperlicher Aktivität zu finden. (eb)

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