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Sputumprobe klärt bakteriellen Atemwegsinfekt

MÜNCHEN (wst). Bei Patienten mit chronischer Bronchitis ist eine plötzliche Zunahme von Atemnot, Hustenattacken und Auswurf typisch für eine akute Exazerbation. Eine Kontrolle des Sputums läßt mit hoher Sicherheit beurteilen, ob eine bakterielle Infektion Ursache der Exazerbation ist und ob deshalb Antibiotika indiziert sind.

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Ein purulentes, gelbgrünes Sputum spricht mit einer Sensitivität von bis zu 90 Prozent sowie einer Spezifität von bis zu 75 Prozent für die bakterielle Ursache einer exazerbierten chronischen Bronchitis, hat Dr. Harald Mitfessel aus Remscheid berichtet. Dies sei in mehreren Untersuchungen belegt (Chest 117, 2000, 58, Eur. Respir. J. 17, 2001, 1112).

Auch ohne weitere mikrobiologische Diagnostik ist deshalb bei einem entsprechenden Sputumbefund eine Antibiotikatherapie gerechtfertigt, sagte der niedergelassene Facharzt für Lungen- und Bronchialheilkunde auf einer Pressekonferenz des Unternehmens Bayer in München.

Nach den aktuellen Empfehlungen der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie sind bei bakteriell bedingter Exazerbation einer chronischen Bronchitis Mittel der Wahl: Cephalosporine der Gruppe zwei und drei, Aminopenicilline plus Betalaktamase-Hemmer oder Fluorchinolone der Gruppe drei und vier (etwa Moxifloxacin, Avalox®).

"Je fortgeschrittener die chronische Bronchitis oder je massiver die akute Exazerbation ist, desto eher würde ich ein Fluorchinolon wählen", sagte Mitfessel.

In der doppelblinden MOSAIC-Studie ist bei 730 Patienten mit akut exazerbierter Bronchitis eine fünftägige Therapie mit Moxifloxacin (einmal täglich 400 mg) mit verschiedenen anderen Antibiotika-Therapien verglichen worden (wir berichteten). Vergleichsmedikamente waren Amoxicillin (dreimal täglich 500 mg), Clarithromycin (zweimal täglich 500 mg) oder Cefuroximaxetil (zweimal täglich 250 mg).

Sieben bis zehn Tage nach Therapie-Ende hätten unter Moxifloxacin 71 Prozent der Patienten die Exazerbation klinisch überwunden gehabt, in der zusammengefaßten Kontroll-Gruppe nur 63 Prozent, so Mitfessel. Es habe sich zudem ergeben, daß die mit Moxifloxacin behandelten Patienten im Schnitt pro Jahr 40 Tage länger infektfrei seien als Patienten unter der Kontrollmedikation.

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