KOMMENTAR

Stets Insult-Verdacht: akute ZNS-Symptome

Von Gabriele Wagner Veröffentlicht:

Daten aus dem Register Schlaganfall Hessen belegen, daß besonders transitorische ischämische Attacken (TIA), aber auch Schlaganfälle der rechten Hirnhälfte seltener diagnostiziert werden als linksseitige.

Daraus könnte man nun schließen, daß solche Ereignisse links eben häufiger vorkommen. Doch dieser Schluß wäre falsch. Vielmehr ist es so, daß rechtshirnige TIA und leichte Infarkte seltener bemerkt werden. Daß dies so ist, darauf weist auch hin, daß es keine Seitendifferenz gibt bei der Häufigkeit von Blutungen oder großer ischämischer Infarkte. Ihre Symptome sind eben nicht zu übersehen, egal ob rechts oder links auftretend.

Offensichtlich fallen auch leichte Störungen der linken Hirnseite schnell auf, etwa durch Probleme beim Sprechen oder mit der rechten Hand. Bei rechtshirnigen Infarkten kommt es zu Wahrnehmungsstörungen (Neglect) für alles, was sich links befindet. Doch daß man beim Überqueren der Straße ein von links kommendes Auto übersieht, wird eher selten als Schlaganfall-Symptom erkannt.

Eine Konsequenz der Daten: Bei einem akuten zerebralen Symptom sollte stets auch an einen Infarkt gedacht und etwa eine CT oder MRT veranlaßt werden.

Jetzt abonnieren
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Deutsche Analyse

Vorhofflimmern: Antikoagulation vor Schlaganfall von Vorteil

Kasuistik

Schlaganfall durch wandernde A. carotis interna

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Daktyloskopische Nebenwirkungen

Wenn die Krebstherapie die „Identität“ verändert

Lesetipps
Betritt unbekanntes Terrain: CDU-Politikerin und designierte Bundesministerin für Gesundheit Nina Warken.

© Bernd Weißbrod/dpa

Update

Überraschende Personalie

Eine Juristin wird Gesundheitsministerin: Das ist Nina Warken

Die Ärzte Zeitung hat jetzt auch einen WhatsApp-Kanal.

© prima91 / stock.adobe.com

News per Messenger

Neu: WhatsApp-Kanal der Ärzte Zeitung