Strontium eignet sich langfristig bei Osteoporose

WIEN (djb). Strontiumranelat hemmt den Knochenabbau und stimuliert den Aufbau. Wenn daher Osteoporose-Patientinnen in der Postmenopause diese Substanz erhalten, müssen sie nicht von einer antiresorptiven auf eine osteoanabole Therapie wechseln.

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Darauf hat Professor Andreas Kurth aus Frankfurt am Main aufmerksam gemacht. Wegen des teilweise anabolen Wirkmechanismus eigne sich Strontiumranelat (Protelos®) gut für eine langfristige Osteoporose-Therapie. Das hat Kurth bei einer von Servier unterstützten Veranstaltung in Wien hervorgehoben. Studien haben ergeben, dass mit Strontium die Inzidenz von Wirbelkörperfrakturen bei Osteoporose-Patientinnen in der Postmenopause signifikant geringer ist als mit Placebo.

Dieser Vorteil ist unabhängig davon, ob die Frauen bereits Frakturen hatten oder nicht. Außerdem war mit der Therapie die Rate von Hüft- und anderen peripheren Frakturen signifikant reduziert. Frauen mit neu diagnostizierter Osteoporose müssten mit einer langen Behandlungsdauer rechnen, so Kurth. Mit Strontiumranelat sinkt die Frakturrate anhaltend über mindestens fünf Jahre, wie in großen placebokontrollierten Studien nachgewiesen wurde.

Der Nutzen von Strontiumranelat ist nach Angaben des Osteologen auch bei Osteoporose-Patientinnen über 80 Jahre in Studien geprüft worden. Auch in dieser Hochrisikogruppe sei die Häufigkeit der vertebralen und peripheren Frakturen signifikant vermindert gewesen.

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