Direkt zum Inhaltsbereich

Symbiotikum mindert Erkältungsrisiko

MAILAND (sf). Spezielle probiotische Kulturen können dazu beitragen, das Erkältungsrisiko zu verringern. Das zeigen die Ergebnisse einer kürzlich veröffentlichten Studie.

Veröffentlicht:

Die Wirksamkeit von Probiotika bei gastrointestinalen Beschwerden wurde in vielen Untersuchungen nachgewiesen. Im Gegensatz dazu gab es bisher kaum Studien zu der Frage, ob sich durch ihre Einnahme Infektionen der oberen Atemwege verhindern lassen.

Dies untersuchten nun Wissenschaftler der Universität Mailand in Italien in einer doppelblind-placebokontrollierten Studie (J Clin Gastroenterol 42, 2008, 224).

Dafür nahmen die Studienteilnehmer 90 Tage lang entweder ein Placebo oder ein Präparat aus Pro- und Präbiotika ein. Dieses enthielt Lactobacillus plantarum, Lactobacillus rhamnosus und Bifidobacterium lactis sowie ein Präbiotikum. Das Symbiotikum ist als Kijimea von der Firma Dr. Fischer Gesundheitsprodukte in Apotheken erhältlich.

Deutlich weniger Infekte der oberen Atemwege

Die Einnahme des Präparats führte zu einer signifikanten Reduktion der Häufigkeit von Erkältungen, akuten Infektionen der oberen Atemwege und Influenza-artigen Erkrankungen. Im Winter 2003/2004 wurden 63 Krankheitsepisoden in der Verumgruppe mit 114 Personen registriert im Vergleich zu 82 Episoden in der Placebogruppe mit 105 Personen. Im Winter 2005/2006 waren es 39 Krankheitsepisoden in der Verumgruppe mit 74 Teilnehmern und 54 in der Placebogruppe mit 68 Teilnehmern.

Auch verringerte sich die durchschnittliche Erkrankungsdauer. Im ersten Winter waren die Teilnehmer der Verumgruppe 2,9 Tage erkrankt, im Vergleich dazu betrug die Erkrankungsdauer bei den Teilnehmern in der Placebogruppe 4,7 Tage. Im zweiten Winter waren es 2,7 im Vergleich zu 4,9 Tagen.

Zusätzlich beurteilten die Probanden im ersten Winter den Schweregrad der Erkältungssymptome mit Hilfe einer vorgegebenen Skala mit Werten von 1 bis 5. In der Placebogruppe wurde ein Wert von 4,0 ermittelt, bei Einnahme des Symbiotikums betrug er 3,2.

Auf Lifeline.de bietet ein Minispecial für Patienten mehr zum Thema "Geschwächtes Immunsystem? Immer mehr Wissenschaftler von probiotischen Mikrokulturen überzeugt!"

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

© Iuliia Petrovskaia | iStock

Dermatophyten-Infektionen

Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

© Springer Medizin Verlag

Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: medac GmbH, Wedel
Abb. 1: WAYPOINT-Studie: schnelle und signifikante Reduktion des SNOT-22-Scores über 52 Wochen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [6]

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Leitlinie

Wie Sie Schmerzen bei Demenz-Patienten erkennen

Gegen Über- und Unterversorgung

„Klug entscheiden“-Empfehlung zu Vorhofflimmern: Das steht drin

Lesetipps
Ein verschrumpelter roter Luftballon mit ganz wenig Luft.

© Jörg Lantelme / Stock.adobe.com

Von ungefährlich bis akut lebensbedrohlich

Leitsymptom Dyspnoe: So geht’s rasch zur richtigen Diagnose

Seltene Erkrankungen haben ihren Namen nicht umsonst. Zählt man sie jedoch alle zusammen, so sind es etwa 8.000 Erkrankungen mit rund 4 Millionen Betroffenen in Deutschland.

© Orawan / stock.adobe.com

Oft langer Weg bis zur Diagnose

Wie Sie Patienten mit seltenen Erkrankungen früher erkennen