Erektile Dysfunktion

Tadalafil stärkt das sexuelle Selbstvertrauen

FRANKFURT AM MAIN (hbr). Männer mit erektiler Dysfunktion (ED) bekommen durch Tadalafil im Liebesleben mehr zeitliche Unabhängigkeit. Der Phosphodiesterase-Hemmer wirkt bis zu 36 Stunden. Männer schätzen die lange Wirkungsdauer, denn sie mindert offenbar den Zeitdruck nach der Einnahme.

Veröffentlicht: 06.09.2007, 08:00 Uhr

Darauf weist eine Studie mit 367 Männern mit ED hin. Die Untersuchung hat Professor Hermann van Ahlen vom Klinikum Osnabrück vorgestellt. Die Patienten erhielten drei Monate lang Tadalafil (Cialis®) oder Sildenafil. Die Dosis wurde nach Bedarf verabreicht. Dann wechselten beide Gruppen für drei Monate zum jeweils anderen Präparat.

Die Wirksamkeit, die etwa per Fragebogen bewertet wurde, war mit beiden Wirkstoffen ähnlich: Der Punktwert auf einer ED-Skala stieg jeweils von 14 auf 24. Ein Wert von 26 Punkten gilt als normal. Dabei gelang mit Tadalafil etwas mehr Patienten ein erfolgreicher Geschlechtsverkehr als mit Sildenafil (77 versus 72 Prozent), berichtete van Ahlen auf einer Veranstaltung vom Unternehmen Lilly in Frankfurt am Main.

291 Männer konnten für die letzten zwei Studienmonate zwischen beiden Präparaten wählen. Das Ergebnis: 71 Prozent bevorzugten Tadalafil. Die Gründe wurden per Fragebogen ermittelt. Der ergab mit Tadalafil signifikant bessere Werte für das sexuelle Selbstvertrauen und die Spontanität, sagte van Ahlen.

Besonders wichtig: Zeitdruck kann Sexualität erschweren. Den empfanden die Männer mit Tadalafil aber signifikant weniger. So beträgt die Halbwertszeit von 100 mg Sildenafil knapp vier Stunden. Die von 20 mg Tadalafil dagegen umfasst 17,5 Stunden, und die Wirkung hält bis zu 36 Stunden an.

Dementsprechend nannten zwei Drittel der Männer als wichtigen Grund der Wahl von Tadalafil, dass sie auch lange nach der Einnahme eine Erektion haben können. Das macht ungezwungener: Zum Sex muss es nicht innerhalb weniger Stunden nach der Einnahme kommen.

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