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Täglich sterben drei Patienten, die auf ein Spenderorgan warten

MAINZ (nsi). Zwölf Organe werden durchschnittlich pro Tag in Deutschland verpflanzt. Zugleich aber sterben drei Patienten auf den Wartelisten. An dieser traurigen Bilanz hat sich seit Jahren kaum etwas geändert.

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Morgen, am Tag der Organspende, laden drei bundesweite Selbsthilfeverbände (Bundesverband Dialysepatienten Deutschlands, Bundesverband der Organtransplantierten, Selbsthilfe Lebertransplantierter Deutschland) zu einer zentralen Veranstaltung in Mainz ein. Kardinal Karl Lehmann wird den Aktionstag mit einem ökumenischen Gottesdienst im Mainzer Dom um 10.00 Uhr beginnen.

"Jeder von uns kann in die Situation kommen, auf ein Organ angewiesen zu sein. Wer bereit ist, anderen Menschen ein Organ zu spenden, handelt ethisch verantwortlich und vorbildlich", sagte Lehmann in einem Interview. Organspende sei ein Zeichen von Solidarität und Nächstenliebe.

Im vergangenen Jahr sind mehr als 3500 Organe von Hirntoten verpflanzt worden, davon 1974 Nieren, 355 Herzen, 779 Lebern, 221 Lungen, 174 Pankrease und 5 Dünndärme. Im selben Zeitraum gab es aber doppelt so viele Neuanmeldungen. Nimmt man die Anmeldungen aus den Vorjahren dazu, stehen zur Zeit etwa 12 000 Patienten auf den Wartelisten.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Bei den Organspenden gehört Deutschland zu den Nehmer-Ländern, und das nun schon viele Jahre

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Zu wenig Transparenz bei Organspende

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