Therapie bei Myokardinfarkt - mit MRT und PET noch besser

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Vorderwandinfarkt in einer MRT-Aufnahme: Der geschädigte Bereich des Herzens erscheint weiß (länglicher weißer Streifen mitten im Herzmuskel), weil das Kontrastmittel darin hängen bleibt.

Vorderwandinfarkt in einer MRT-Aufnahme: Der geschädigte Bereich des Herzens erscheint weiß (länglicher weißer Streifen mitten im Herzmuskel), weil das Kontrastmittel darin hängen bleibt.

© Foto:Bauer, Universität Würzburg.

WIESBADEN (eb). Nach einem Infarkt können Therapien mit Stammzellen zur Myokard-Regeneration beitragen. Der Erfolg lässt sich mit PET und MRT über spezielle Moleküle sichtbar machen. Solche diagnostischen Verfahren gehören zu den Schwerpunkten der 114. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Wiesbaden.

Stammzellen aus dem Knochenmark lassen sich zur Myokard-Regeneration nutzen. Ob die Therapie erfolgreich ist oder nicht, kann mit der Positronen-Emissions-Tomografie (PET) sichtbar gemacht werden. Denn damit lassen sich stoffwechselaktive Zellen im Infarktbereich nachweisen. Versuche mit radioaktiv markierten Stammzellen belegen, dass diese sich im geschädigten Gewebe des Herzens ansiedeln.

"Das Verfahren ermöglicht es sogar, die Therapie unmittelbar zu verbessern", sagte Professor Wolfgang Rudolf Bauer, Spezialist für kardiale MRT aus Würzburg, vor dem Kongress.

Denn nun können die behandelnden Kollegen Schlüsse ziehen, wie sie eine Therapie anpassen müssen, damit ein noch größerer Anteil von Zellen zum geschädigten Areal gelangt. Darüber hinaus haben Forscher Methoden erarbeitet, die Faktoren sichtbar machen, die an der Wundheilung beteiligt sind. Etwa Faktor XIII, der für die Bildung einer festen Narbe wichtig ist. Auch dieses Protein wird durch radioaktive Markierung sichtbar.

Mit MRT verfolgen die Forscher zudem den programmierten Zelltod nach Herzinfarkt. Dieser Vorgang führt zur Ausbildung einer Herzinsuffizienz. Um die Apoptose im MRT zu erkennen, konstruierten die Forscher künstliche Moleküle, mit denen sich ein Kontrast erzeugen lässt.

"Zwar hat jede Methode auch ihre Schwächen, aber auch spezifische Stärken", sagte Bauer. PET etwa ist hochempfindlich, MRT bildet die Lage eines Organs im Körper besser ab. Daher geben es Bemühungen, verschiedene Methoden zusammenzuführen. Bauer: "Moderne bildgebende Verfahren in Kombination mit der molekularen Medizin sind entscheidend, um die Effizienz einer Therapie nachzuweisen."

Patiententag der DGIM

Auch in diesem Jahr gibt es zum Internisten-Kongress einen Patiententag: Am 29. März ab 9.30 Uhr können sich Interessierte im und vor dem Rathaus in Wiesbaden über Herz-Kreislauf-, Darm-, Stoffwechsel- und Lungenkrankheiten informieren. In Vorträgen und Diskussionen geht es außerdem um Organspende. Ein zentrales Thema ist die Prävention bei Kindern und Erwachsenen. So wird etwa das Projekt "gesundekids" vorgestellt. (ars)

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