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Therapie bei Parkinson bald mit Pflaster möglich

ATHEN (grue). Für Patienten mit Morbus Parkinson könnte es schon bald einer neue Therapie mit einem Wirkstoff-Pflaster geben. In Studien ließen sich die motorischen Beschwerden durch eine transdermale Applikation des neuen Wirkstoffs Rotigotin gut lindern.

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Rotigotin ist ein nicht-ergoliner Dopamin-Agonist, der zunächst für die Monotherapie bei frühem Morbus Parkinson zugelassen werden soll. In einer klinischen Studie gingen mit dem Wirkstoff-Pflaster die motorischen Beschwerden innerhalb von sechs Monaten signifikant stärker zurück als mit Placebo.

Der Wirkstoff wird gleichmäßig aus dem Pflaster freigesetzt. Bei täglichem Pflasterwechsel werden die Dopaminrezeptoren kontinuierlich stimuliert. Das hat Professor Peter Le Witt aus Detroit in den USA bei einer Veranstaltung von Schwarz Pharma in Athen berichtet. Von dem Medikament profitieren auch Parkinson-Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung, wie in einer US-Studie belegt wurde. 351 stabil auf Levodopa eingestellte Parkinson-Patienten erhielten für ein halbes Jahr zusätzlich Rotigotin-Pflaster.

"Dadurch verkürzten sich die Zeiten relativer Unbeweglichkeit dosisabhängig um mindestens zwei Stunden pro Tag", sagte der Neurologe. "Für die Patienten bedeutet das mehr Beweglichkeit ohne erhöhtes Risiko für Dyskinesien", so Le Witt. Unerwünschte Wirkungen von Rotigotin sind Übelkeit, Müdigkeit und Kopfschmerzen, wie sie auch bei anderen Dopamin-Agonisten vorkommen.

Da das Pflaster in vier Wirkstärken angeboten werden soll, ist eine individuelle Dosisanpassung möglich. In Kürze werden die Ergebnisse einer europäischen Studie zur Kombitherapie mit den Wirkstoff erwartet. Sollten auch sie positiv ausfallen, will Schwarz Pharma die Zulassung von Rotigotin auch für späte Stadien der Parkinson-Krankheit beantragen. Das Pflaster soll unter dem Namen Neupro® dieses Jahr auf den Markt kommen.

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